Zu viele krasse Fehler

DEG unterliegt in Straubing nach Verlängerung

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Zwei Mal kommen die Düsseldorfer Eishockeyprofis nach Rückständen zurück, doch individuelle Schnitzer machen beim 2:3 nach Overtime am Ende den Unterschied. Trotzdem können sich die vier Zähler vom Wochenende sehen lassen.

Sollte die Düsseldorfer EG nach 56 Hauptrundenspielen die Play-offs der Deutschen Eishockey Liga erreichen, so würde sich vermutlich niemand darüber freuen, wenn es in der entscheidenden Phase der Saison erneut gegen die Straubing Tigers gehen würde. Am Sonntagnachmittag kassierte die DEG zwei Tage nach dem Derbysieg über die Haie eine 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:1)-Auswärtsniederlage am Pulverturm und verlor damit zum vierten Mal in vier Vergleichen der laufenden Spielzeit gegen die Tigers.

„Im ersten Drittel hatten wir leichte Vorteile. Danach hat Straubing agiert und wir nur noch reagiert“, sagte Cheftrainer Roger Hansson. „In den letzten zehn Minuten gab es noch mal einen guten Push von unserer Seite. Aber dann haben wir in der Verlängerung wieder so einen Fehlpass gespielt.“

Kousa legt das 0:1 unfreiwillig auf

Folgenschwere Fehler in der eigenen Zone sind bereits die ganze Saison ein ärgerliches Thema bei der DEG, die sich zur Mitte des ersten Drittels wieder einmal genau so einen leistete. Nach insgesamt gutem Beginn unterlief Mikko Kousa während des zweiten Powerplays im Aufbauspiel ein Fehlpass. Travis St. Denis nahm das Geschenk des Düsseldorfer Verteidigers dankend an und traf nach exakt zehn Minuten zum 1:0 für die Tigers.

Dieser Spielstand sollte erst einmal lange Bestand haben. Im zweiten Abschnitt gab es wenig klare Chancen, aber die Intensität auf beiden Seiten blieb hoch. Die DEG versuchte mit allen Mitteln dagegenzuhalten, auch wenn Tobi Eder das Geschehen in der Drittelpause etwas anders bewertete: „Wir spielen bisher einen absoluten Mist zusammen, müssen eigentlich aggressiv hinten raus spielen. Aber machen wir seit 40 Minuten zu wenig.“

Foto: Birgit Häfner

Doch dank Eder, dem in Unterzahl sein 14. Saisontreffer gelang, sowie einer Vielzahl von Paraden von Henrik Haukeland ging die DEG aber mit einem akzeptablen 1:1 ins Schlussdrittel. In diesem änderte sich die Ausgangslage aber schon nach 63 Sekunden wieder, dann brachte Marcel Brandt die Tigers zum zweiten Mal in Führung.

Svensson gleicht aus und patzt in der Overtime

Viele Tormöglichkeiten erspielte sich die DEG in der Folge nicht mehr. Die Schlussphase hatte bereits begonnen, als es plötzlich 2:2 stand. Victor Svensson (57.) drosch den Puck mit einem satten One-Timer aus der zweiten Reihe an Tigers-Torhüter Florian Bugl vorbei. Das Tor des schwedischen Centers sollte seinen Farben am Ende einen Punkt bescheren, denn in der Overtime war es Svensson selbst, der das 3:2 der Straubinger durch J.C. Lipon (63.) mit einer Unkonzentriertheit einleitete.

„Der Letzte geht klar auf meine Kappe. Das war ein schlechter Pass auf Bernhard Ebner von mir in der Verlängerung vor dem 2:3“, sagte Svensson selbstkritisch. „Ja, wir nehmen einen Punkt mit, aber heute haben wir einfach nicht gut genug gespielt.“ Die nächsten Chancen auf Siege bieten sich der DEG am Mittwoch und Freitag mit zwei Heimspielen im PSD BANK DOME gegen Bremerhaven und Augsburg. Damit es dann wieder mehr als nur einen Zähler gibt, ist eine Reduzierung der Fehlerquote unabdingbar.

Statistik: Straubing Tigers – Düsseldorfer EG 3:2 n.V. (1:0, 0:1, 1:1, 1:0)
DEG/Tor: Haukeland (Hane); Abwehr: Järvinen, Kousa – Geitner, Ebner – Böttner, McCrea – Heinzinger; Angriff: Gogulla, MacAulay, Fischbuch – Ehl, Svensson, Eder – Eham, Blank, Harper – Bittner, Barta, Borzecki
Schiedsrichter: Hunnius/Schrader
Tore:
1:0 (10:00) St. Denis (4-5), 1:1 (36:58) Eder (4-5), 2:1 (41:03) Brandt (Zengerle, Leier/5-4), 2:2 (56:24) Svensson (Eder, Järvinen), 3:2 (62:37) Lipon
Zuschauer: 4393
Strafminuten:
6:8
Torschüsse: 25:19

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