Eder-Doppelpack ebnet Weg zum Derbysieg

DEG feiert hart erarbeitetes 3:2 gegen Haie

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

Der Stürmer erzielt seine Saisontore zwölf und 13 und hat damit großen Anteil am Erfolg seiner Farben. In der Tabelle ziehen die Düsseldorfer an ihrem ewigen Rivalen vorbei und belegen nach dem 41. von 56. Hauptrundenspielen Rang sieben.

Ein besseres Setup für das 239. Duell der ewigen Rivalen hätte es nicht geben können. 13.102 Menschen hatten sich im ausverkauften PSD BANK DOME eingefunden, um das vierte Aufeinandertreffen zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien in der laufenden Saison zu erleben. Die Erwartungshaltung war riesig und am Ende durfte sich der Großteil der Anwesenden nach einem zu keinem Zeitpunkt hochklassigen, aber stets intensiven Eishockeyspiel, über ein 3:2 (2:1, 0:0, 1:1) der DEG freuen.

„Es war vom Spielerischen heute nicht unser schönstes Spiel. Aber wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt“, sagte Trainer Roger Hansson. „Im letzten Drittel kreieren wir nicht mehr so viel im Spiel mit der Scheibe. Aber der Einsatz stimmte und hat uns den Sieg gebracht.“

Zwei Tore binnen 94 Sekunden

Die DEG kam mit viel Dampf aus der Kabine, schon nach wenigen Sekunden zeigte Philip Gogulla eine feine Einzelleistung, scheiterte mit seinem Versuch aber am ehemaligen Düsseldorfer Mirko Pantkowski im Haie-Tor. Nachdem die ersten Minuten klar Hanssons Team gehörten, fuchsten sich die Kölner in der Folge immer mehr in die Begegnung und übten nun zunehmend Druck auf die Defensive der DEG aus. Nicholas Baptiste (16.) nutzte einen Moment der Konfusion vor Henrik Haukeland zum ersten Treffer des Abends.

Doch das beeindruckte die DEG keineswegs. Nur 100 Sekunden nach dem 0:1 glich Tobi Eder auf Zuspiel von Gogulla mit einem Tor in Überzahl (ja, tatsächlich, Anm. d. Red.) aus. Wenig später war es erneut der auf Derby-Modus gestellte Eder (19.), der das Spielgerät an Pantkowski vorbei ins Kölner Tor bewegte. Der 24-Jährige schrie seine Emotionen heraus und saugte zugleich die auf, die ihm von den Stehplätzen entgegenschwappten.

Greifbare Spannung nach Kölner Anschlusstreffer

Im zweiten Abschnitt wurde das Geschehen auf dem Eis physischer. Es gab viele Zweikämpfe und die für ein Derby nicht untypischen Zwistigkeiten. Entsprechend weniger klare Torchancen gab es für die Statistiker auf beiden Seiten zu notieren. Die beiden besten hatten Baptiste und Jonathan Matsumoto für die Haie, die jedoch in beiden Szenen nicht an Haukeland vorbeikamen.

Foto: Kenny Beele

Mit dem zweiten (!) Überzahltreffer des Abends stellte die DEG die Weichen auf Derbysieg. Dieses Mal war es Alexander Ehl (46.), der den Rebound nach einem Schuss von Victor Svensson gedankenschnell nutzte. Doch noch hatten die Haie reichlich Zeit – und so ein bisschen schien auf den Rängen die Erinnerung an den 28. Oktober zurückzukehren, den Abend, an dem die DEG in der Schlussminute einen 3:1-Vorsprung verspielt und den Sieg am Ende noch aus der Hand gegeben hatte.

Nick Bailen (55.) brachte die Kölner mit einem Treffer bei Fünf-gegen-drei wieder heran und spätestens jetzt war die Spannung im Dome wieder regelrecht greifbar. Sauber zu Ende gespielte Angriffe gab es auf Seiten der Rot-Gelben so gut wie keine mehr. Durch eine Strafe gegen Stephen Harper und die Herausnahme von Pantkowski spielten die Haie die Schlusssequenz mit Sechs-gegen-vier, doch diesmal brachte die DEG ihren Vorsprung ins Ziel. Gefeiert wurde neben einer Ehrenrunde auch mit einem überdimensionalen Derbysieger-Plakat an der Autobahnauffahrt.

„Es war eine Wahnsinnskulisse. Und wenn du vor der Kurve zwei Tore schießen kannst, nimmst du das natürlich wahr, wenn die Leute dir ihre Emotionen so zeigen. Also habe ich zurückgeschrien“, sagte Doppeltorschütze Eder. „Das Spiel heute war für uns schon wie so ein Start in die Play-offs. Wir wollen unter die Top Sechs und das war ein wichtiger Schritt dafür.“

Statistik: Düsseldorfer EG – Kölner Haie 3:2 (2:1, 0:0, 1:1)
DEG/Tor: Haukeland (Hümer); Abwehr: Järvinen, Kousa – Geitner, Ebner – Böttner, McCrea – Heinzinger; Angriff: Gogulla, MacAulay, Fischbuch – Ehl, Svensson, Eder – Eham, Blank, Harper – Bittner, Barta, Borzecki
Schiedsrichter: Rohatsch/Schukies
Tore:
0:1 (15:18) Baptiste (Matsumoto, Üffing), 1:1 (16:58) Eder (Gogulla, Kousa/5-4), 2:1 (18:32) Eder (Ehl, Ebner), 3:1 (45:33) Ehl (Svensson/5-4), 3:2 (54:48) Bailen (Kammerer, Thuresson/5-3)
Zuschauer: 13.102 (ausverkauft)
Strafminuten:
10:12
Torschüsse: 15:24

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