DHC-Herren spielen Play-downs

Hockey: DHC Damen siegen souverän in Mülheim

DHC-Keeper Anton Zickler - Foto: Kenny Beele

von Norbert Krings

Auch das vergangene Wochenende bewies noch einmal, wie unterschiedlich die Ambitionen der Damen- und Herrenteams beim Düsseldorfer Hockey Club derzeit noch sind. Während die Herren sich achtbar schlugen, letztlich aber beim 1:6 in Mannheim auf verlorenem Posten standen, siegten die Damen ganz souverän mit 8:0 bei Uhlenhorst Mülheim und konnten sich sogar darauf konzentrieren, Sara Strauss zur Torschützenkönigin in der Hockey-Bundesliga zu machen.

DHC-Herren: Das Team von Mark Spieker lag bis kurz vor der Pause nur 0:1 in Mannheim, bei einem der großen Meisterschaftsfavoriten, zurück. Der Ex-Düsseldorfer Raphael Hartkopf, der schon das 1:0 nach einer besorgt hatte, traf fast mit der Halbzeitsirene noch zum 2:0. „Ein 1:6 und fünf Tore Unterschied am Ende des Tages sind unangenehm“, erklärt Mark Spieker, Trainer der DHC-Herren. „Aber insgesamt waren wir stabil und haben in den viermal 15 Minuten gut gegen den Ball gearbeitet, auch wenn wir nicht alles wegverteidigen konnten.“ Insgesamt sei man beim DHC mit der Leistung angesichts der Leistungsunterschiede aber zufrieden.

Mark Spieker will mit den DHC-Herren den Abstieg veremeiden. Foto: DHC

Jetzt geht es in die Play-downs, in der drei Spiele gegen Frankfurt 80 gewonnen werden müssen, um nicht abzusteigen. „Es ist eine Mischung aus einer guten Stimmung und einem Respekt vor dem Gegner sowie der Abstiegsgefahr“, sagt Spieker. Man sei zwar unter Druck, aber es sei ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. „Dabei kann die Mannschaft ihre spielerischen Qualitäten ausspielen, weil wir dabei nicht ständig unter Druck stehen.“ Der DHC werde mit dem Ball mehr Freiräume haben, und der klare Sieg beispielsweise gegen Tabellenschlusslicht Nürnberg hat gezeigt, wozu die Mannschaft fähig ist.

„Wir werden Frankfurt jetzt sicher nicht an die Wand spielen, aber wir werden einen Gegner haben, der deutlich leichter zu bespielen und auch zu bezwingen ist.“

Mark Spieker, Trainer der DHC-Herren

Die Serie Best-of-Three aus fünf Spielen findet der DHC-Trainer vernünftig, weil sich dann normalerweise das tatsächlich bessere Team durchsetzt und die Liga halten kann. „Das ist eine gerechtere Nummer, weil dadurch nicht die glücklichere Mannschaft am Ende triumphiert“, sagt Spieker, dem aber die Erfahrungswerte aus einer solchen Serie fehlen. „Uns muss allen klar sein, dass wir mit absolutem Einsatz und Willen ins Spiel spielen müssen. Dann können wir optimistisch in die Serie gehen.

DHC-Damen „belohnen“ die Gastfreundschaft in Mülheim nicht

DHC-Damen: Die Rückkehr von Maike Schaunig und Luca Scheuten an die alte Wirkungsstätte war zwar von Wiedersehensfreude geprägt, aber sportlich ließen die Damen vom Düsseldorfer Seestern bei Uhlenhorst Mülheim keine Zweifel daran aufkommen, wer am Ende als Sieger die Anlage verlassen würde. Klar und deutlich mit 8:0 gewann die Gäste und freuen sich nun auf das Viertelfinale, das diesmal als Best-of-three in mindestens zwei Spielen gegen den Berliner HC ausgetragen wird. Start ist am kommenden Wochenende mit dem ersten Spiel der Serie in Berlin.

Immer mit großem Einsatz bei der Sache: Sara Strauss, die Torjägerin des Düsseldorfer HC. Foto: Kenny Beele

Nico Sussenburger hat sich nicht nur über die herzliche Gastfreundschaft in Mülheim gefreut, sondern natürlich vor allem über das abgeklärte Spiel seines Teams, das nie Zweifel am Erfolg aufkommen ließ. Und die Mannschaftskameradinnen von Sara Strauss hatten die Absicht die Stürmerin auf den ersten Platz der Torschützenliste der Bundesliga zu hieven. Das gelang tatsächlich, weil der Nationalspielerin und U21-Vizeweltmeisterin fünf Tore in Mülheim gelangen und so zum klaren Erfolg beim Westrivalen beitragen konnte. Mit 15 Toren in der nun bis auf ein Nachholspiel abgeschlossenen Vorrunde ist das ein schöner Nebeneffekt in der bislang sehr erfolgreichen Saison des amtierenden Deutschen Meisters.

Sara Strauss darf sich freuen. Foto: Kenny Beele

„Das war ein sehr entspanntes Spiel, weil wir sehr konzentriert angefangen haben“, erklärte DHC-Damen-Trainer Nico Sussenburger. Mit zwei „abgerutschten Toren“ von Lisa Nolte, wie es der Trainer ausdrückte, war im ersten Viertel bereits die Richtung vorgegeben, obwohl die Gastgeberinnen noch mit einem klaren Erfolg den Play-downs hätten ausweichen können. „Da fiel uns als Favorit die ganze Sache ein wenig leichter“, sagt Sussenburger, der auch noch einmal auf die Belastungen der Spielerinnen, vor allem der Nationalspielerinnen des DHC der Pro League hinwies und auch die Probleme ansprach, die sich durch das Training in nicht kompletter Stärke ergeben.

Endlich gelang es auch, die Effizienz zu zeigen, die zuletzt bei den DHC-Damen etwas vermisst worden war. „Wir waren diesmal konsequenter, zielstrebiger und auch ein wenig glücklicher“, sagte der DHC-Trainer, der sich nun mit seinem Team auf das Play-off-Viertelfinale vorbereitet. Der Startschuss fällt in Berlin, bevor dann das Rückspiel in Düsseldorf stattfindet. Falls ein drittes Spiel nötig werden sollte, wird dies auch in Düsseldorf stattfinden.

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Letzte Ergebnisse

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3:0

2:3

2:1

1:3

2:2

2:4

3:1

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