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Bundesliga-Kegler starten in die Vorbereitung

Platz drei in der Vorsaison ging im Corona-Wirbel unter

Foto: SG Düsseldorfer Kegler

Die Kugeln bei den Bundesliga-Sportkeglern rollen wieder. Vor zwei Wochen hat die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Doch dass sich die Düsseldorfer in der davor den dritten Platz und damit Bronze sicherten, ging im Corona-Wirbel fast unter. Denn die Spielzeit wurde nach drei von vier Meisterrunden-Spieltagen abgesagt.

Dann begann das Chaos im Verband mit Protesten und Rücktritten. Los ging es, als der Deutsche Schere Kegler Bund (DSKB) die komplette Saison annullierte — wogegen die Sportler Sturm liefen. „Die reguläre Spielzeit wurde ja beendet, es fehlte nur noch ein Spieltag der Meisterrunde. Und die Entscheidungen waren in der 1. und 2. Liga fast alle gefallen“, sagt Frank Kremer von der SG Düsseldorfer Kegler. Also legten die Vereine Protest ein. Am 28. Juni kam die Entscheidung: „Der Beschluss des DSKB-Sportausschusses vom 16.05.2020, die Bundesliga Saison 2019/20 zu annullieren, ist aufgrund eines Verstoßes gegen die DSKB-Satzung ungültig“.

Die neue Regelung: Die Saison wird nach dem 18. Spieltag für beendet erklärt, der Bundesliga-Meister KF Oberthal geehrt, die Meister der beiden zweiten Bundesligen steigen auf. Allerdings: In den drei Ligen wurde der Abstieg ausgesetzt. Dadurch — und den Rückzug von Riol aus Liga eins und Neheim aus Liga zwei — spielen die Bundesligen nächste Saison mit jeweils elf statt zehn Teams.

Eine ursprünglich beschlossene Änderung des Spielsystems wurde ebenfalls nach Protesten zurückgenommen. Der Unmut der Sportler richtete sich vor allem gegen die Art der Kommunikation durch den Verband, der wichtige Entscheidungen erst einmal nicht verkündete. Nur wenige Tage nach der Entscheidung legte die DSKB-Sportdirektorin Jutta Büchling nach 15-jähriger Tätigkeit ihr Amt nieder. Und auch Sportdirektor Klaus Panthel kündigte seinen Rückzug im kommenden Jahr an.

Jetzt richtet sich der Blick bei den Keglern wieder nach vorne. „Platz drei ist wieder unser Ziel“, verkündet Kremer. Dabei bleibt das Personal weitgehend unverändert. Lediglich Thomas Habeth verlässt den Verein aus beruflichen Gründen nach einer Saison. Der mehrmalige Weltmeister Volker Baumeister kehrt dafür nach einer einjährigen beruflichen Pause wieder ins Team zurück. Den Kader komplettieren Stephan Stenger, Dirk Kremer, Frank Kremer, Niklas Sowinski, Thomas Fischer, Mike Reinert und Valentin Olbricht. Und hoffen auf ruhigere Zeiten im deutschen Kegelsport.

Dieser Text ist zunächst bei unserem Kooperationspartner Westdeutsche Zeitung erschienen.

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