„Wir freuen uns auf Düsseldorf“

Magdeburgs Lukas Mertens ist heiß auf den Pixum Super Cup

Lukas Mertens - Foto: SCM

von Norbert Krings

Der Pixum Super Cup wirft seine Schatten voraus. Am kommenden Mittwoch treffen im PSD BANK DOME in Düsseldorf der Deutsche Handball-Meister SC Magdeburg und der Pokalsieger THW Kiel aufeinander und spielen um den ersten Titel in der neuen Saison.

Wir haben uns mit zwei Protagonisten des Handball-Highlights, das in der NRW-Landeshauptstadt wieder viele Handball-Fans begeistern wird, unterhalten können. Kiels Routinier Steffen Weinhold (36) und Magdeburgs Nationalspieler Lukas Mertens (26) standen uns zu Gesprächen zur Verfügung.

In diesem ersten der beiden Interviews beschreibt der Linksaußen des Deutschen Meisters, wie wichtig für ihn dieses Spiel ist, wie gut seine Mannschaft in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit gearbeitet hat und was Düsseldorf für ihn bedeutet. Der 26-Jährige möchte nach Meisterschaft und EHF-Cup auch unbedingt den Pixum Super Cup gegen den großen Konkurrenten aus Kiel gewinnen.

Herr Mertens, wie große ist die Vorfreude auf den Pixum Super Cup?
Lukas Mertens: Die Vorfreude ist sehr groß, weil man in Düsseldorf nur mit einem Spiel einen Titel holen kann und noch gegen einen solchen Gegner wie den THW Kiel spielen darf. Gegen den deutschen Rekordmeister wird das aber nicht so einfach, das wissen wir. Der Titel hat einen hohen Stellenwert. In der Bundesliga muss man bekanntlich 34 Spiele absolvieren, um am Ende vorne stehen zu können.

Also sind Sie richtig heiß auf Düsseldorf?
Mertens:  Wir wollen diesen Titel unbedingt haben, wir haben ihn auch als Verein noch nicht gewinnen können. Es lohnt sich, dieses Spiel zu sehen. Denn man wird schon einen Eindruck gewinnen, wie sich beide Mannschaften in der kommenden Saison präsentieren werden. Vielleicht können wir einen Ausrufezeichen setzen.

Wie weit ist der SC Magdeburg in der Vorbereitung auf die neue Saison? Ist das Team fit genug für den Pixum Super Cup?
Mertens: Wir haben in der Vorbereitung hart gearbeitet. Der Körper ist so langsam fit für den Bundesliga-Start. Der Kopf ist auch wieder da, mental war das in der vergangenen Spielzeit nicht so einfach, dem Druck immer wieder standzuhalten – gefühlt fast ein halbes Jahr lang. Jetzt aber kann es wieder losgehen.

Geht die Mannschaft mit einigen neuen Spielern in die neue Saison oder sehen wir den amtierenden Meister in Düsseldorf fast unverändert?
Mertens: Es ist nicht so viel passiert. Der Stammkader ist zusammen geblieben. Wir hatten nur zwei Abgänge, und es sind nur zwei neue Spieler zu uns gekommen. Zwei Schweizer, Torwart Nicola Portner und der neue Kreisläufer Luca Meister, der zuvor in Minden gespielt hat, sind unsere Verstärkungen.

Dann kann das Ziel ja nur Titelverteidigung heißen, oder?
Mertens: Es wäre schön, wenn wir das schaffen könnten. Was in Magdeburg stattgefunden hat mit dem Titelgewinn, das war schon einmalig. Aber wir sind jetzt die Gejagten, damit können und wollen wir umgehen. Die Konkurrenz schläft nicht. Gerade gegen Kiel jetzt beim Pixum Supercup ist das schon eine gute Standortbestimmung.

Wie sehen die persönlichen Ziele aus?
Mertens: Ganz oben steht die Gesundheit. Ich möchte fit durch die Saison kommen und meinen Beruf mit Spaß ausüben. Das ist für mich ganz, ganz wichtig. Ich habe aber auch ein großes sportliches Ziel, und das ist die Handball-Weltmeisterschaft 2023. Die Europameisterschaft war unfassbar – was da alles passiert ist. Ich musste wegen einer Corona-Erkrankung schnell passen. Das möchte ich nicht noch einmal so erleben.

Haben neben den Torhütern auch die Linksaußen wie beim Fußball einen besonders schrägen Ruf im Handball?
Mertens (lacht): Nein, das würde ich jetzt nicht so behaupten. 

Lukas Mertens

Wie satt ist man als Spieler, wenn man den EHF-Pokal, den Super Globe und aktuell auch die Deutsche Meisterschaft gewonnen hat?
Mertens: Bei mir geht es ja erst jetzt richtig los. Da ist noch sehr viel Motivation. Ich musste auch lange auf meinen ersten Titel in Magdeburg warten, da ich bereits seit 2017 für den Verein spiele. Der erste Titel kam dann erst 2021. Von satt will ich da gar nicht reden.

Freuen Sie sich auf den Pixum Super Cup auch, weil es ein gut organisiertes Event ist?
Mertens: Das stimmt. Wir kennen den PSD BANK DOME von den Spielen gegen den Bergischen HC. Das wird ein Riesen-Event. Wir spielen in einer tollen Arena, haben eine großartige Kulisse, die wir hoffentlich mal wieder erwarten können, und es wird groß und professionell aufgezogen, wenn der Deutsche Meister gegen den Pokalsieger spielt. Die Rahmenbedingungen sind ideal, man freut sich darauf, nach Düsseldorf zu fahren.

Das gilt wohl auch für die Euro 2024 mit dem Eröffnungsspiel in Düsseldorf…
Mertens: Allein die Zahl von 50.000 möglichen Zuschauern sorgt für Glücksgefühle. Das ist wie eine Fußballkulisse, vor der wir dann spielen können. Eine wohl einmalige Sache. Es wäre schön, dann dabei zu sein.

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