Vorfreude auf Düsseldorf beim BHC

Interview mit neuem Chefcoach Jamal Naji

Foto: A. Fischer

von Jan Wochner

Für Handball-Bundesligist Bergischer HC hat die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Aktuell bereitet sich das Team im Trainingslager auf die Spiele vor, auch auf die Partien, die die Mannschaft im Saisonverlauf im Düsseldorfer Mitsubishi Electric HALLE absolvieren wird. 

Der neue Chef an der Seitenlinie heißt dabei Jamal Naji. Der 36-Jährige war zuletzt Coach von TUSEM Essen und soll jetzt beim BHC für Erfolg sorgen. Wir haben Naji am Rande des Trainingslagers in der Sportschule Kaiserau bei Dortmund sprechen können.

Herr Naji, für wen ist das Trainingslager eigentlich anstrengender? Für den neuen Chefcoach oder die Spieler?

Jamal Naji: (lacht) Das sind ganz unterschiedliche Formen der Belastung. Ich kümmere mich darum, dass alle Einheiten minutiös geplant sind. Für die Spieler wird’s körperlich herausfordernd. Wir sind alle gut gefordert hier.

Welchen Eindruck haben Sie von ihrem Team gewinnen können bislang?

Naji: Die Jungs haben in der Pause gut gearbeitet, das ist schon deutlich geworden. Ich bin sehr zufrieden und zuversichtlich, dass wir bis zum Saisonstart gut vorbereitet sein werden.

Sie haben das Amt von Sebastian Hinze übernommen, der zehn Jahre den BHC gecoacht und eine Ära geprägt hat. Planen Sie jetzt den kompletten Neustart oder wollen Sie seine Arbeit fortführen? Welche Akzente wollen Sie setzen?

Naji: Das ist relativ simpel. Mir wird diese Frage häufig gestellt, aber ich kann gar nicht verstehen, wieso. Natürlich hat mein Vorgänger den Verein und dieses Team geprägt. Aber das ändert nicht meine Herangehensweise als neuer Trainer. Die Spiele der Vorsaison habe ich mir angeschaut und Schlüsse gezogen. Und ich habe eine Vorstellung davon, was wir beibehalten sollten und was wir ändern können.

Was wollen Sie denn ändern?

Naji: Ich würde mir wünschen, dass wir aktiver verteidigen. Das birgt zwar Risiken, aber kann sehr vorteilhaft für das Spiel sein. In der Offensive werden wir sicher bei der Auswahl unserer Würfe etwas ändern und versuchen mehr in die Nahdistanzen zu gelangen. 

Sie spielen auch häufiger in der Mitsubishi Electric HALLE in Düsseldorf – vor allem dann, wenn es gegen die Topteams der Liga geht. Wie sehr freuen Sie sich darauf?

Naji: Darauf freue ich mich sogar sehr. Die Halle hat ein ganz anderes Volumen, das ist von der Infrastruktur und in Sachen Modernität eine ganz andere Hausnummer. Hoffentlich kommen wieder viele Fans aus Solingen, Wuppertal und dem Bergischen Land mit und hoffentlich sind auch wieder viele Düsseldorfer mit dabei. Die Spiele dort sind mit Blick auf die Rahmenbedingungen ein ganz anderes Niveau und auch im Ligavergleich absolute spitze.

Vielen Dank für das Gespräch.

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