Strahlende Gesichter beim Eislaufen für Menschen mit Behinderungen

Gelungene Premiere im Eisstadion an der Brehmstraße

Foto: Tino Hermanns

129 Teilnehmende folgten der Einladung des Sportamtes 

Das war ein besonderer „Tanz in den Mai“: Zum ersten Mal hatte das Sportamt der Landeshauptstadt Düsseldorf zu einem Eislaufen Menschen allen Alters mit Behinderung eingeladen. Der Einladung sind 129 Menschen zusammen mit ihren Freundinnen und Freunden sowie Familien gefolgt.

Die Eisfläche war in drei Bereiche geteilt, wo auf unterschiedliche Weise das Eis betreten und erlebt werden konnte. Auf einer Fläche wurde einfach nur Schlittschuh gelaufen. Hier probierten sich sehr viele Menschen mit Sehbehinderung aus, die anfangs vorsichtig die Eisfläche kennenlernten, aber im Laufe der Veranstaltung sehr flotte und schwungvolle Runden drehten.

Foto: Tino Hermanns

Der mittlere Bereich war für Eishockey und Para-Eishockey reserviert. Para-Eishockey ist eine dem Eishockey ähnliche Behindertensportart und paralympische Disziplin. Der einzige Unterschied besteht in der Fortbewegung, da sich die Para-Eishockey-Spieler nicht auf Schlittschuhen, sondern auf kleinen Schlitten bewegen. Zur Beschleunigung werden zwei kurze Schläger genutzt, die am Ende mit Spikes besetzt sind. Betreuer, Trainer und Nationalspieler des Para Ice Hockey Germany National Teams und Fördervereins e.V. sind aus ganz Deutschland nach Düsseldorf gekommen, um diese Sportart bekannter zu machen. Interessierte ließen sich auf den Sledge-Schlitten schnallen und sausten recht schnell und barrierefrei über das Eis. 

Die dritte Zone war eine „Spielwiese auf dem Eis“, die mit Schuhen, Schlitten, Autoreifen, Rollstuhl oder Gleithilfen befahren werden konnte. Es war für viele ein neues Körpergefühl. Die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher waren begeistert. So auch Sanne: „Klasse Idee! Para-Eishockey ist hammerklasse! Ein Highlight. Danke für die tolle Möglichkeit. Ich würde gerne wiederkommen.“

Der Erfolg dieser Premiere wurde ermöglicht durch viele helfende Hände der DEG Eishockey e.V. und der DEG Eiskunstlauf e.V., des Behinderten- Rehabilitationsverbandes e.V., der Schülerinnen und Schüler einer Klasse des Berufskollegs Neanderthal, dem Para-Eishockey National Team Deutschland. Ein großer Dank gilt ebenfalls Herrn Kasper, der den Schlittschuhverleih in Familientradition führt und kostenlos Schlittschuhe ausgegeben hat.
Das Sportamt plant bereits eine Fortsetzung des besonderen Eislaufens.

MF

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