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So viel Fortuna steckt in der UEFA EURO 2024

Ein halbes Dutzend Ex-Düsseldorfer sind dabei

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

Spieler aus dem aktuellen Kader sind bei der am Freitagabend beginnenden EM nicht dabei. Aber immerhin sechs Profis, die einst das Trikot der Fortuna trugen, kicken bei der UEFA EURO 2024 mit.

Wenn am Freitagabend in der Münchner Arena das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland angepfiffen wird, dann hat die UEFA EURO 2024 in Deutschland endlich offiziell begonnen. Und obwohl die aktuellen Fortuna-Stars Christos Tzolis (Griechenland) und Isak Johannesson (Island) mit ihren Nationalmannschaften die EM-Endrunde verpassten, steckt trotzdem eine ganze Menge Fortuna in der UEFA EURO 2024. Denn immerhin ein halbes Dutzend Ex-Düsseldorfer träumen vom großen Wurf und dem Finale am 14. Juli im Berliner Olympiastadion.

Jonathan Tah / Innenverteidiger / Deutschland
Mit dem frischgebackenen Double-Sieger von Bayer Leverkusen steht ein ehemaliger Fortuna-Spieler im Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Tah, 28, um den es derzeit heiße Wechselgerüchte in Richtung Bayern München gibt, kickte in der Saison 2014/15 für die Fortuna. Als Leihgabe vom Hamburger SV kam der 1,95 Meter große Defensivspieler in Düsseldorf auf 23 Pflichtspieleinsätze. Danach wechselte Tah nach Leverkusen und reifte dort zu einem der absoluten Top-Innenverteidiger der Bundesliga.

Kevin Danso / Innenverteidiger / Österreich
Ursprünglich begann die Fußballkarriere von Kevin Danso als Stürmer beim FC Reading in England. Im Nachwuchsleistungszentrum des FC Augsburg reifte der heutige Spieler des französischen Erstligisten RC Lens zum Profi. 2020/21 lieh die Fortuna den Innenverteidiger aus. Danso bestritt 33 Pflichtspiele für die Rot-Weißen und erzielte dabei zwei Treffer. Mit den von Ralf Rangnick betreuten Österreichern hofft Danso in einer schweren Gruppe mit Frankreich, Polen und den Niederlanden mindestens auf das Erreichen der K.o.-Runde.

Dodi Lukebakio / Außenstürmer / Belgien
34 Pflichtspiele, 14 Tore und ein natürlich unvergesslicher Auftritt gegen den FC Bayern München. An den schnellen Belgier erinnern sie sich bei der Fortuna sehr gerne zurück. Vor allem an seine Sternstunde in der Arena des Rekordmeisters. Am 24. November 2018 schoss der Außenstürmer alle drei Düsseldorfer Tore und bescherte der Fortuna beim 3:3 in München einen Punktgewinn. Lukebakio traf auch im Rückrundenduell mit den Bayern, doch da reichte sein Tor nur zu einem 1:4. Nach vier Jahren bei Hertha BSC, inklusive Leihe zum VfL Wolfsburg, spielt der 26-Jährige nun beim FC Sevilla in Spanien. Lukebakio und Belgien sind in Gruppe E der große Favorit gegenüber Rumänien, der Ukraine und der Slowakei.

Foto: Kenny Beele

Jakub Piotrowski / Defensives Mittelfeld / Polen
Vom KRC Genk aus Belgien gekommen, unterschrieb der 1,88 Meter große Mittelfeldspieler im Sommer 2020 einen Vertrag bei der Fortuna. Kam Piotrowski in seiner ersten Saison wettbewerbsübergreifend nur auf 14 Pflichtspieleinsätze, war er in seinem zweiten Jahr in Düsseldorf mit 30 Spielen klarer Stammspieler. Sein einziges Tor erzielte er im April 2022 beim 3:1-Auswärtssieg in Heidenheim. Nach zwei Einsätzen in der Saison 2022/23 wechselte der Pole zum bulgarischen Erstligisten Ludogorez Rasgrad.

Robert Bozenik / Mittelstürmer / Slowakei
In seinen 20 Ligaspielen für die Fortuna in der Saison 2021/22 spielte der von Feyenoord Rotterdam ausgeliehene Offensivmann nicht einmal über die vollen 90 Minuten. Nur beim Pokalaus in Hannover stand Bozenik die volle Spielzeit über auf dem Platz. Dabei begann der Slowake seine Zeit bei der Fortuna durchaus vielversprechend. Beim 1:1 gegen Regensburg gelang ihm in seinem zweiten Einsatz gleich das erste Tor. Und nur drei Partien später jubelte er beim 1:1 in Hamburg erneut. Doch danach klappte nicht mehr viel und glücklich wurde Bozenik in Düsseldorf nicht. Besser läuft es für ihn seit seinem Wechsel zu Boavista Porto, wo ihm in 61 Spielen immerhin 15 Tore gelangen. Bei der EM hoffen Bozenik und die Slowakei in der ausgeglichenen Gruppe E auf das Erreichen des Achtelfinals – und dann natürlich auch auf mehr.

Kaan Ayhan / Defensives Mittelfeld / Türkei
Von den sechs EM-Teilnehmern, die einst bei der Fortuna in Lohn und Brot standen, ist der gebürtige Gelsenkirchener derjenige, der die meisten Pflichtspieleinsätze absolvierte. 121 Mal trug Kaan Ayhan zwischen 2016 und 2020 das Düsseldorfer Trikot, erzielte dabei acht Tore und stieg mit der Fortuna in die Bundesliga auf. Nach dem Abstieg im Sommer 2020 ging es zu US Sassuolo nach Italien. Seit einem Jahr spielt der mittlerweile 29-Jährige für Galatasaray Istanbul. In der Gruppe F warten Portugal, Tschechien und Außenseiter Georgien auf Ayhan und die Türken, die 2008 im EM-Halbfinale standen und seither nie über die Vorrunde hinauskamen.

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