Raus aus dem Fahrstuhl

Panther möchten sich in der GFL etablieren

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

Der Aufsteiger hat mit dem „Field Practice“ begonnen und damit die entscheidende Phase der Saisonvorbereitung eingeläutet. Mit neuem Cheftrainer, neuen Importspielern und neuem Schwung soll ein abermaliger Abstieg die Zweitklassigkeit vermieden werden. Im Gegenteil: Die Panther sind gekommen, um zu bleiben.

Zu gut für die GFL 2, zu schlecht für die GFL? Das soll der Vergangenheit angehören. Die Düsseldorf Panther möchten sich endlich wieder in der German Football League etablieren und nicht länger zwischen der Erst- und Zweitklassigkeit pendeln. Nach dem Aufstieg im Herbst haben die Raubkatzen in der vergangenen Woche die entscheidende Phase der Saisonvorbereitung eingeläutet. Die Panther sind zurück auf dem Trainingsplatz und freuen sich auf die Spielzeit 2022.

„Unser Ziel bleibt unverändert. Aber alles muss Schritt für Schritt passieren. Wir wollen realistisch bleiben, denn es wird sicherlich eine schwierige Saison. Aber wir sind optimistisch und wollen mindestens in der GFL bleiben“, sagt Tim Haver Droeze, Director Sports bei den Panthern.

Dazu wurde mit Winston Ronde ein neuer Cheftrainer geholt. Der Niederländer folgt auf Douglas Fryer, bringt mehr als dreieinhalb Jahrzehnte Football-Erfahrung sowie klare Konzepte mit nach Düsseldorf. „Die Spieler haben begriffen, was wir Coaches von ihnen erwarten. Wir sind uns unserer Rolle als Aufsteiger in dieser Saison bewusst und wissen, dass wir nur durch physische und psychische Höchstleistung auf allen Leveln eine Chance haben, um uns behaupten und für die eine oder andere Überraschung sorgen zu können“, sagt Ronde.

Dylan Van Boxel ist der neue Quarterback im Panther-Gehege

„Unsere Kaderplanung ist
noch nicht abgeschlossen.
Du kannst nie genug Spieler haben.“
Tim Haver Droeze

Fünf neue Importspieler stehen im Kader für die neue Saison. „Mit den Jungs aus dem vergangenen Jahr waren wir ja grundsätzlich sehr zufrieden. Aber mit einem neuen Kapitän an Deck des Schiffes, wird im Football dann eben auch ein anderer Kurs gefahren“, erklärt Haver Droeze. „Außerdem haben bei dem Einen oder Anderen auch private Grüne dazu geführt, nicht mehr für uns aufzulaufen.“

Neben Winston Ronde haben die Panther mit Emmanuel Lewis (Offensive) und Donnie Avant (Defensive) zwei neue Coordinator im Trainerstab begrüßt. „Und die haben natürlich auch ihr eigenes System. Da musst du schauen, die dafür passenden Spieler zu finden“, sagt der Director Sports. Einer, der das System von Lewis bestens aus gemeinsamen Zeiten bei den Rostock Griffins kennt, ist Dylan Van Boxel. Der Quarterback aus dem footballverrückten Green Bay ist der neue Spielmacher der Panther und soll die Offensive lenken.

Mit Wide Receiver Joey Walden, Linebacker Aaron Ortiz sowie den beiden Defensive Backs Avery Anderson-Baer und Nigel Lawrence zählen vier weitere Imports zum bisherigen Roster der Raubkatzen. „Unsere Kaderplanung ist aber noch nicht abgeschlossen“, bestätigt Haver Droeze. „Du kannst nie genug Spieler haben, gerade für unsere Offensive Line suchen wir noch zusätzliche Verstärkung.“

Foto: Kenny Beele

Saisoneröffnung am 1. Mai, erstes Pflichtspiel drei Wochen später

Trotz vieler neuer Gesichter sind auch einige Spieler aus der Aufstiegsmannschaft weiterhin im Team. Erwartungsgemäß nicht zu halten war jedoch Top-Verteidiger Flamur Simon, der nach seiner Einladung zum International Combine der NFL zu den Cologne Centurions in die European League of Football (ELF) gewechselt ist. „Die Präsenz der ELF hat die Kaderplanung schwieriger werden lassen. Aber das gilt nicht nur für uns, sondern für alle Klubs der GFL oder GFL2“, ordnet Haver Droeze die Lage mit Blick auf die noch immer recht neue Liga ein.

Auch der langjährige Tight End wird 2022 nicht mehr den Helm für den sechsfachen Gewinner des German Bowls aufsetzen. „Nein, das geht nicht mehr. Ich bin zu alt“, erzählt der Director Sports mit einem Lachen. Haver Droeze fokussiert sich voll und ganz auf seine Aufgaben abseits der Yard-Linien und Field-Goal-Stangen: „Derzeit planen wir unser Trainingscamp. Dazu soll es eigentlich ins Ausland gehen. Aber bei den aktuellen Spritpreisen muss das ja wohl eine kurze Anreise werden. Mal schauen, wo es am Ende hingeht.“

Sicher ist, dass die Panther vor dem ersten Pflichtspiel am 22. Mai bei den Cologne Crocodiles ihre Saison mit einem Freundschaftsspiel am 1. Mai gegen die Langenfeld Longhorns eröffnen werden. Darüber hinaus ist ein weiteres Testspiel auf heimischer Wiese gegen die Hildesheim Invaders geplant. Bis dahin heißt es aber erst einmal drei Mal pro Woche richtig Schwitzen. „Die Spieler haben sich alle enorm entwickelt und somit das Fundament für die folgenden Wochen gelegt. Jetzt gehen wir mit einer neuen Mentalität und einem neuen Teamspirit aufs Feld und werden weiterhin hart arbeiten. Ich freue mich auf die nächsten Wochen“, sagt Head Coach Winston Ronde.

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