Löwen reisen zum Tabellennachbarn

BHC gastiert beim HSV Hamburg

Foto: Kenny Beele

„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht! Es geht voran!“ So hieß es im Refrain des Neue-Deutsche-Welle-Klassikers „Ein Jahr (Es geht voran)“ der Düsseldorfer Kultband Fehlfarben aus dem Jahre 1982. Auf die Handballer des Bergischen HC übertragen bedeutet das: Keine Verschnaufpausen, denn das nächste Spiel wartet schon.

Und da geht es für die Löwen am Donnerstag in Spiel vier von insgesamt sechs Partien im Monat September zum HSV Hamburg. Beide Teams fuhren am vergangenen Spieltag ihren zweiten Saisonsieg ein und liegen nun mit jeweils 4:4-Punkten dicht an dicht in der Tabelle auf den Rängen neun (HSV) und zehn (BHC).

Mehr Augenhöhe geht vor dem Duell in der Barclay Arena im Hamburger Volkspark kaum. „Und wie immer in solchen Fällen kommt es auch auf die Torhüter an“, merkte BHC-Trainer Jamal Naji im Vorfeld der Partie an, denn „Hamburg ist wie Lemgo ungefähr auf einem Level mit uns.“

Torhüter zuletzt in guter Form

Gegen Lemgo ergänzte sich das bergische Torhüterduo optimal. Peter Johannesson startete gut in die Partie und war über weite Strecken ein guter Rückhalt, in der Schlussphase kam dann Christopher Rudeck, der mit zwei wichtigen Paraden ebenfalls seinen Anteil am 32:28-Heimsieg gegen den TBV hatte.

Auf der Gegenseite steht mit Johannes Bitter einer der erfahrensten Spieler der Bundesliga zwischen den Pfosten. Der mittlerweile 40 Jahre alte Weltmeister von 2007 zeigte zuletzt bei den beiden Siegen gegen Minden und in Leipzig aufsteigende Form. „Dass Bitter Spiele allein entscheiden kann, hat er oft genug bewiesen“, weiß auch Naji.

Der Löwen-Coach baut aber nicht nur auf seine Torhüter, sondern sieht insgesamt die Deckung gefordert. Gegen Lemgo war der 36-Jährige nicht uneingeschränkt zufrieden mit der Defensiv-Leistung: „Ich finde Hamburg im Angriff fast noch ein bisschen stärker als Lemgo. Sie kommen durch Leif Tissier und Dani Baijens mit sehr viel Geschwindigkeit. Das ist uns schon gegen den TBV schwergefallen.“

Foto: Kenny Beele

Während der Niederländer Baijens, der am Sonntag den 23:22-Sieg in Leipzig in letzter Sekunde klarmachte, auch gegen den BHC zu beachten sein wird, ist Tissier zum Zuschauen verurteilt. Der Spielmacher zog sich zehn Minuten vor dem Ende einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zu und wird dem Team von Trainer Torsten Jansen voraussichtlich sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Beim BHC sind bis auf die langzeitverletzten Csaba Szücs und Fabian Gutbrod alle Mann an Bord.

Ausgeglichene Bilanz

Auch die Gesamtbilanz zwischen beiden Teams aus acht bisherigen Partien ist mit jeweils vier Siegen ausgeglichen. In der vorigen Saison lief es für die Löwen gegen den Überraschungsaufsteiger allerdings optimal. Nach einem 31:26 daheim zu Saisonbeginn, gewannen die Löwen auch das Rückspiel kurz vor dem Jahreswechsel in Hamburg mit 27:26. Ein Ergebnis, was sich der BHC sicherlich auch am Donnerstag gut vorstellen könnte.

Die bisherige Bilanz (seit 2011/12:)
Heim:           4 Spiele – 3 Siege, 0 Unentschieden, 1 Niederlage
Auswärts:     4 Spiele – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen
Gesamt:       8 Spiele – 4 Siege, 0 Unentschieden, 4 Niederlagen
Letzte Saison: 31:26 (H) – 27:26 (A)

Die Formkurve (vergangene 4 Spiele – Heimspiele in fett):
HSV:
  N –N – S – S
BHC:
  S – N N – S
SR:
Lucas Hellbusch/Darnel Jansen (Trebur/Trebur)
Anwurf: Do., 19.05 Uhr, Barclays Arena, Hamburg

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1:2

2:0

4:3 (OT)

3:1

3:0

0:3

2:1