Löwen beißen in der Fremde zu

BHC holt sich bei Aufsteiger Hamm den zweiten Auswärtssieg

Foto: Kenny Beele

Der Bergische HC hat in der Handball-Bundesliga auch im vierten NRW-Duell in dieser Saison gepunktet. Nach den Siegen in Minden und gegen Lemgo sowie der Punkteteilung vergangenes Wochenende gegen den VfL Gummersbach erkämpfte sich das Team von Jamal Naji am Samstagabend einen verdienten 31:27-Auswärtssieg in Hamm.

Doch ehe der zweite Auswärtssieg der Saison in trockenen Tüchern war, hatten die Löwen vor rund 2.400 Zuschauern in der WESTPRESS arena über 60 Minuten harte Arbeit zu verrichten. Der Aufsteiger aus Hamm war von Beginn an gewillt, seine Negativserie von zuletzt fünf Niederlagen in Folge zu brechen.

Start verlief holprig

Denn die Gastgeber kamen gut aus den Startlöchern und fanden im Deckungsverband der Löwen immer wieder Lücken, die sie zu Toren ummünzten. Dies wurde auch durch drei Zeitstrafen gegen den BHC nach nur sieben Minuten begünstigt. Gleich zweimal erwischte es dabei Kreisläufer Frederik Ladefoged, einmal musste Fabian Gutbrod das Feld für zwei Minuten verlassen.

So lagen die Hausherren angeführt vom treffsicheren Rückraumschützen Savvas Savvas in den ersten 20 Minuten stets in Führung, ehe BHC-Linksauen Noah Beyer mit seinem Treffer zum 10:10 erstmals ausgleichen konnte.

Doch es sollte noch besser kommen für die Gäste. Nach einer Auszeit von Trainer Naji schien der Knoten auf Seiten der in blau gekleideten Löwen endgültig geplatzt zu sein. Angeführt von Linus Arnesson und Tomas Babak ging der BHC in Führung und schließlich mit einer 17:14-Führung in die Halbzeitpause.

Beyer mit Zauberdreher

Doch statt an den in der ersten Hälfte erkennbaren Lauf anzuschließen, kamen die Löwen in Hälfte zwei erneut schwer in die Gänge. Der ASV Hamm nutzte hingegen wie zu Beginn des Spiels seine Chancen besser und war beim 17:18 (37. Minute) wieder bedrohlich nah dran.

Erneut waren es der umsichtige Babak sowie der agile Noah Beyer, die die richtigen Entscheidungen trafen und wichtige Tore erzielten. Beyers Zauberdreher von Linksaußen zum 19:23 war dabei ein besonderer Leckerbissen.

Als erneut Beyer nach tollem Anspiel von Arnesson zum 20:25 (47.) traf, dachten schon viele Fans an eine Vorentscheidung. Doch weit gefehlt.

Gegen Göppingen den November vergolden

Der Aufsteiger bäumte sich noch einmal auf und erzielte drei Tore in Folge. Nach einer Auszeit von Naji waren es Beyer und Arnesson, die in der Defensive zwei Bälle erkämpften und so den kleinen Lauf der Hammer stoppten.

Arnesson war es auch, der ebenfalls einen sehenswerten Dreher im Tor unterbrachte und seine Farben mit drei Toren in Führung warf. Als Babak mit seinem sechsten Treffer anschließend auf 25:29 (59.) erhöhte, waren die zwei Auswärtspunkte so gut wie Sack.

„Wir sind froh, dass wir die zwei Punkte mitnehmen. Ich hatte eigentlich nicht so ein torreiches Spiel erwartet. Heute war nicht die Abwehr unser Prunkstück, sondern tendenziell dann eher unser Angriff“, freute sich Jamal Naji über die Punkte acht und neun und den Anschluss an das untere Mittelfeld.

Nun kann der BHC am kommenden Sonntag daheim gegen Frisch Auf Göppingen nach bisher 5:1-Punkten aus einem bisher guten, einen sehr guten November machen.

Die Spielstatistik:
ASV Hamm-Westfalen – Bergischer HC 27:31 (14:17)
Hamm: Hertlein, Bozic; Leventoux (1), Fuchs, Patrail (2), Schulze (1), Pretzewofsky, Bornemann (3), Orlowski (6), Dayan, Savvas (10/4), von Boenigk (2), Wieling (2), Bauer; Trainer: Michael Lerscht.

BHC: Rudeck, Johannesson; Beyer (5), Persson, Buscher, Weck, Gunnarsson (3), Ladefoged (3), Babak (6), Gutbrod (4), Schmitz, Arnesson (5/3), Bergner, Nikolaisen (2), M´Bengue (3); Trainer: Jamal Naji.

SR: Philipp Dinges/Tobias Schmack (Stutensee/Stuttgart). – Z: 2.385. – Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Orlowski/zweimal, Leventoux, Schulze, Wieling – Ladefoged/zweimal, Gutbrod, Nikolaisen, M‘Bengue). – Siebenmeter: 4/4:3/3. – Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 3:3 (4.), 5:3 (6.), 7:5 (8.), 10:8 (17.), 10:10 (20.), 11:10 (21.), 11:12 (23.), 13:13 (25.), 13:17 (29.), 14:17 (30.) – 15:17 (32.), 15:18 (33.), 17:18 (37.), 18:19 (38.), 18:22 (40.), 20:24 (46.), 23:25 (50.), 24:27 (55.), 25:27 (57.), 25:29 (59.), 27:31 (60./EN).

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