„Ich habe dieses Jahr vieles richtig gemacht“

Leichtathletik-Ass Max Thorwirth im Interview

Foto: imago/Beautiful Sports

von Tobias Kemberg

Für die EM in München wurde der Mittelstreckenläufer aus dem Team Düsseldorf nicht nominiert. Im Interview blickt der 27-Jährige, der im September Organisator der KÖ MEILE erst, aber auch schon wieder nach vorne.

Herr Thorwirth, ist der Ärger über die Nicht-Nominierung für die EM in München schon verflogen?

Max Thorwirth: Komplett verflogen ist er noch nicht. Ich glaube, das wird bis nach dem Ende der Europameisterschaft dauern. Grundsätzlich habe ich mich aber damit abgefunden und die schlaflosen Nächte gehören der Vergangenheit an. Aus meiner Sicht sollten die Diskussionen zu diesem Thema jetzt auch beendet sein. Wenn die EM läuft, werde ich durch meine Kontakte zu anderen Athletinnen und Athleten zwangsläufig einiges mitbekommen. Das wird dann nicht ganz so easy für mich. Aber ich möchte auch noch mal betonen, dass ich den drei anderen Jungs Mohamed Mohumed, Sam Parsons und Aaron Bienenfeld die Teilnahme absolut gönne.

Ihr Name tauchte dieser Tage auf der Entry List für München auf. Was hat das zu bedeuten?

Thorwirth: Das ist ein ganz normales Prozedere. Sollte einer der drei Jungs doch noch kurzfristig ausfallen – was ich wirklich niemandem gönne –, dann würde ich als Ersatzmann nachrücken. In diesem Fall stünde ich natürlich bereit. Aber mehr steckt da nicht hinter.

Wie schaffen Sie es, nach Enttäuschungen den Blick wieder nach vorne zu richten?

Thorwirth: Da spielen verschiedene Punkte eine Rolle. Zunächst einmal habe ich mich daran gewöhnt, dass meine Karriere eine Achterbahnfahrt ist. Doch ich habe vieles richtig gemacht in diesem Jahr und mir im Unterschied zu 2021 nichts vorzuwerfen. Darüber hinaus hilft mir mein Sport. Einfach ein paar Trainingsrunden drehen oder mal etwas Anderes wie zum Beispiel Beachvolleyball zu spielen, bringt mir wieder den Spaß zurück und lässt mich andere Dinge vergessen. Und zu guter Letzt habe ich mir inzwischen ein Umfeld geschaffen, in dem mein ganzes Glück nicht allein vom Sport abhängt.

Foto: imago/Eibner

Und Ihr Jahr 2022 war ja auch ohne EM alles andere als schlecht, oder?

Thorwirth: Richtig. Wahrscheinlich war es sogar das beste Jahr meiner Karriere. Ich habe an der Hallen-WM teilgenommen und war bei der Freiluft-WM dabei. Dazu kamen gute Resultate und Bestzeiten. Wäre Corona nicht dazwischengekommen, hätte ich mir auch die Direkt-Qualifikation für die EM zugetraut. Ich werde am Ende mit einem guten Gefühl auf 2022 zurückschauen.

Gibt es noch sportliche Ziele für den Rest des Jahres 2022?

Thorwirth: Meisterschaften stehen jetzt keine mehr an. Ich denke, dass ich noch zwei oder drei Rennen laufen werde, an die ich mit viel Spaß herangehen möchte. Danach gibt es zwei Wochen Pause und im Anschluss beginnt die Herbst-Vorbereitung. Vermutlich bestreite ich die Deutschen Cross-Meisterschaften und den einen oder anderen Herbstlauf. Und danach möchte ich mich bestmöglich auf die nächste Hallen-Saison vorbereiten.

Vorher steht aber noch ein besonderes Event in Düsseldorf an. Sie sind Organisator der KÖ MEILE. Wie groß ist die Vorfreude?

Thorwirth: Die ist riesig. Natürlich gibt es noch einiges zu tun. Aber ich freue mich unheimlich auf den 4. September, wenn wir alle gemeinsam auf der Königsallee stehen und den Laufsport feiern. Das wird eine große Party – zu der man sich übrigens immer noch anmelden kann.

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