Fortunas guter Auftritt in Freistadt

Zimmermanns Verletzung dämpfte die Freude

Foto: Christof Wolff

von Norbert Krings

Mit einer vor allem in der ersten Hälfte überzeugenden Leistung hat Fortuna Düsseldorf das Testspiel gegen den MTK Ruzomberok mit 3:1 für sich entschieden. Emma Iyoha und Dawid Kownacki (2) erzielten die Treffer gegen das international aktive Team bereits vor der Pause. Fortunas Trainer Daniel Thioune freute sich, dass viele Inhalte von den Trainingseinheiten in der Begegnung von seiner Mannschaft zu sehen waren. Er beklagte aber auch die Knieverletzung von Matthias Zimmermann, der am Morgen nach dem Spiel in München zu einer MRT-Untersuchung gefahren werden musste. Dort wurde ein Innenbandriss im rechten Knie festgestellt.

Nach einer verkürzten, aber offensichtlich anstrengenden Trainingseinheit am Morgen, war Fortuna Düsseldorf am späten Mittwochnachmittag in Freistadt zum zweiten Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den slowakischen Erstligisten Ruzomberok angetreten. Daniel Thioune schickte in den beiden Hälften jeweils eine andere Mannschaft auf den Rasen.

Interessante Details hatte der Stadionsprecher zu bieten, zum Beispiel, dass Düsseldorf im Ruhrgebiet liegt und Fortuna zweimal Deutscher Meister geworden ist, nämlich 1932 und 1933. Immerhin half der Hinweis, dass Ruzomberok übersetzt Rosenberg heißt und die Mannschaft in den vergangenen Jahren auch europäisch unterwegs war.

Für die Rheinländer begann das Spiel mit schönen Passpassagen und einem frühen Tor, das Emanuel Iyoha erzielte (6.), der von der Zusammenarbeit mit Dawid Kownacki profitierte. Eiskalt ließ „Emma“ dem slowakischen Torhüter aus neun Metern keine Abwehrchance. Auf dem regennassen Boden hatten beide Mannschaften leichte Standprobleme, aber die deutsche Mannschaft kam damit deutlich besser zurecht. Das zeigte sich auch in der 16. Minute, als Kristoffer Peterson Sturmkollege Dawid Kownacki im Strafraum anspielen konnte. Der Pole überlegte nicht lange, sondern schob den Ball locker am Torhüter vorbei ins Netz des slowakischen Tores zum 2:0 für die Fortuna.

Das Foul in der 45. Minute hat böse Folgen für Matthias Zimmermann

Doch der Gegner schlug schnell zurück. Vier Minuten später stieg Tomazs Bobczek nach einer Flanke hoch und traf per Kopf zum 1:2, wobei Andre Hoffmann nicht ganz so gut aussah. Dennoch wirkte das Team aus Düsseldorf agiler und laufstärker. Das nutzten die Fortuna auch aus, hatten weiterhin auch die besseren Chancen und letztlich auch die erfolgreicheren Abschlüsse. In der 33. Minute spielte Daniel Bunk den Torschützen zum 2:0 sehr gut frei. Kownacki ließ sich auch diese Chance nicht entgehen und traf zum 3:1. Es hatte nicht viel gefehlt, wenn dem Polen, der nachdrücklich auf sich aufmerksam machte, auch noch seinen dritten Treffer kurz vor der Pause erzielt hätte. Sein Schuss wurde aber kurz vor der Linie noch abgewehrt.

Dawid Kownacki erzielt eines seiner beiden Tore. Foto: Wolff

Einen größeren Nackenschlag musste die Fortuna in Form einer Knie-Verletzung von Matthias Zimmermann noch vor der Pause hinnehmen. Immerhin konnte der Rechtsverteidiger den Platz noch gestützt auf Mannschaftsarzt Ulf Blecker selbsttätig verlassen. Er hatte einen heftigen Schlag in der Schlussminute aufs Schienenbein erhalten und dann das Knie nicht stabilisieren können.

Das Spiel in der zweiten Hälfte war nicht mehr so attraktiv wie vor dem Wechsel. Die Slowaken hatten wohl einen deutlichen Anschiss von Trainer Peter Struhar bekommen, denn sie spielten im zweiten Durchgang deutlich konzentrierter und beherzter in den Zweikämpfen. Während das im Training eingeübte Aufbauspiel in der ersten Hälfte noch gut funktioniert hatte, war Fortunas Cheftrainer nach der Pause an der Seitenlinie deutlich lauter unterwegs und nicht mehr so ganz zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die ihm zu oft hinten herumspielte, statt die Flügel besser und schneller einzusetzen. Es fehlte in dieser Phase die Tiefe im Spiel der Fortuna. Die einzige gute Chance nach einem Anspiel von Tyger Lobinger verpasste Shinta Appelkamp, der aus zehn Metern den Ball nicht richtig traf.

Trotzdem hatte sich die Mannschaft einen freien Donnerstagnachmittag verdient, nachdem sie am Morgen nach dem Spiel eine regenerative Einheit absolviert haben. Hinzu kam ein intensives Einwurftraining mit einem speziellen Trainer für diese Art der Spielfortsetzung. Bester Einwerfer, jedenfalls, was die Weite anging, war übrigens Emma Iyoha.

Reaktion:
„Wenn jemand zwei Tore schießt und eines vorbereitet, hat man nicht allzu viel falsch gemacht. Ich kenne Dawid Kownacki jetzt auch schon eine gewisse Zeit, und ich denke, er hat das gezeigt, was man von ihm erwarten kann. Zu Zimbos Verletzung kann ich noch nicht viel sagen. Da müssen wird die Untersuchungen abwarten.“
Daniel Thioune, Trainer von Fortuna Düsseldorf

Statistik:
Fortuna, 1. Hälfte: Gorka – Zimmermann, Hoffmann, Vukancic, Böckle (31. Geerkens) – Sobottka, Bunk – Klaus, Iyoha, Peterson
Fortuna, 2. Hälfte: Wolf – Oberdorf, Klarer, Corsten, Gavory – Piotrowski – Narey, Fernandes (75. Geerkens) – Appelkamp – Ginczek, Lobinger

Schiedsrichter: Andreas Feichtinger (Neumarkt/Pötting)

Zuschauer: 300

Tore: 1:0 (6.) Iyoha, 2:0 (16.) Kownacki, 2:1 (20.) Bobczek, 3:1 (33.) Kownacki
Gelbe Karten: – / Gerec

 

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