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Das Foto zeigt den vollbesetzten Center Court im Düsseldorfer Rochusclub bei einer Tennis-Mannschafts-WM in den 1990er Jahren.

Der Center Court im Rochusclub. Foto: imago/Werek

Volleyball

Rochusclub: „Home of Sand“

D.SPORTS INSIDE

Der Spielort der CEV EuroBeachVolley bringt eine große sportliche Tradition mit. Eine Zeitreise.

Ganz großes Tennis. Dafür stand der Düsseldorfer Rochusclub über Jahrzehnte. In diesem Sommer öffnet der bekannteste Tennisverein der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt für eine andere Sportart die Pforten: Beachvolleyball. Eine Parallele zwischen der CEV EuroBeachVolley und dem früheren World Team Cup sowie der Tennis-Bundesliga liegt dabei auf der Hand: Es wird wieder auf Sand gezockt. Der Düsseldorfer Rochusclub ist vom 30. Juli bis zum 3. August das „Home of Sand“.

Vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren waren sie alle da. Die ganz großen Stars der internationalen Tennisszene gaben sich am Rolander Weg die Klinke in die Hand. In den Anfangsjahren zum Beispiel Guillermo Vilas, der linkshändige Argentinier, der 1977, vor der Premiere in Düsseldorf, 46 Matches in Folge auf der Tour unbesiegt blieb und dessen Rekord bis heute Bestand hat. Björn Borg, der stoische Schwede, der von 1978 bis 1980 drei Mal in Folge die French Open und anschließend auch in Wimbledon gewann, zählte auch dazu. Oder der junge Ivan Lendl, 1981 mit der CSSR Turniersieger beim World Team Cup und später 270 Wochen lang die Nummer eins der Weltrangliste. 

Zwischen 1984 und 1989 schlugen zahlreiche weitere Legenden im Schatten der altehrwürdigen Eiche auf dem Center Court auf: John McEnroe und Jimmy Connors (beide USA), Henri Leconte (Frankreich) oder Mats Wilander und Stefan Edberg (beide Schweden). 1989 gelang Deutschland dann endlich der erste Erfolg bei der Mannschaftsweltmeisterschaft – natürlich angeführt von Boris Becker.

Ivanisevic, Sampras und Becker – dazu Erdbeeren und Champagner 

Von 1978 bis 1981 fand der Wettbewerb im Rochusclub unter dem Namen „Ambre Solaire Nations Cup“ statt, von 1982 bis 1986 unter „Ambre Solaire World Team Cup“, 1987 bis 1999 unter „Peugeot World Team Cup“, 2000 bis 2010 unter „ARAG World Team Cup“ und 2011 und 2012 lautete die offizielle Bezeichnung des Turniers „POWER HORSE World Team Cup“.

John McEnroe. Foto: imago/Norbert Schmidt

Während die Woche in Düsseldorf lange Zeit für viele Stars der ATP-Tour als optimale Einstimmung auf die danach beginnenden French Open genutzt wurde, änderte sich die Art und Weise der Vorbereitung bei den großen Namen des Männer-Tennis zu Beginn der 2000er-Jahre, nicht zuletzt aufgrund von Verschiebungen im Tour-Kalender. Und so fanden Roger Federer, Novak Djokovic oder Rafael Nadal leider nie den Weg in den Düsseldorfer Stadtteil Ludenberg.

Seine Blüte erlebte der World Team Cup in den Jahren mit Autohersteller Peugeot als Titelsponsor. 1990 siegte der krasse Außenseiter Jugoslawien mit dem damals 19-jährigen Goran Ivanisevic, 1993 ließen die USA mit Pete Sampras und Michael Chang dem deutschen Team um Michael Stich im Finale nicht den Hauch einer Chance. Ein Jahr später führte Stich Deutschland dann zum zweiten Turniersieg, 1998 waren Thommy Haas, Nicolas Kiefer und Boris Becker die Handelnden für den dritten WM-Titel. 

Die Tribünen waren stets prall gefüllt, die Tageskassen öffneten in der Regel gar nicht und zwischen Champagner-Stand und Erdbeer-Dessert diskutierte das noble Düsseldorfer Tennispublikum im lachsfarbenen Sommerkleid oder weißen Anzug über Schwächen im Volleyspiel oder die auffällig mitreißende Emotionalität so manches Stars auf dem roten Sand. Vor dem Klubhaus harrten die Autogrammjäger aus und wer das entsprechende Casting erfolgreich absolvierte, der durfte eine Woche Schule auf Sparflamme machen und als Ballkind das Geschehen aus nächster Nähe erleben. Die Tenniswoche im Mai gehörte zu den Fixpunkten für viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer in ihrem Kalender.

Bundesliga-Triumph als bisher letzte Sternstunde

Nach der 35. Auflage im Jahr 2012 war der World Team Cup dann Geschichte. Das 1978 von Horst Klosterkemper ins Leben gerufene Turnier verschwand aus dem ATP-Kalender. Finanzielle Lücken hatten nach dem Abschied des Hauptsponsors ARAG schon die Durchführung der Weltmeisterschaften 2011 und 2012 zu einem Drahtseilakt werden lassen. Und dann war das Ganze einfach nicht mehr zu stemmen. 2013 und 2014 gab es stattdessen ein ATP-Turnier der Kategorie ATP 250, doch dieses verschwand nach zwei Ausgaben und ab 2015 stellte die Tennis-Bundesliga wieder das Höchste der Gefühle dar.

Cinja Tillmann (l.) und Svenja Müller bei der Beach-EM 2024. Foto: imago/Beautiful Sports

2022 feierte der Rochusclub dann mit seinem langjährigen Teamchef Detlev Irmler den sensationellen Titelgewinn in der Bundesliga. Es war der Höhepunkt für den von 1991 bis dato ununterbrochen in der höchsten Spielklasse kämpfenden Klub, der dank des Herzbluts und unerschöpflichen Engagement Irmlers eine finale Tennis-Sternstunde erlebte. Ende 2022 folgte der Rückzug. Freiwillig. Aus personellen und wirtschaftlichen Gründen.

Neue Sportart, neue Stars, altehrwürdige Location

Während die 1. Herrenmannschaft nach dem Re-Start vor wenigen Wochen den Aufstieg in die 2. Tennis-Bundesliga feierte, bringt die Beachvolleyball-Europameisterschaft nun wieder die großen Stars zurück an den Rolander Weg – nur eben im Beachvolleyball und nicht im Tennis. Für Cinja Tillmann, D.2028-Mitglied im olympischen Förderteam von D.SPORTS, und ihre Teamkollegin Svenja Müller wird die Titelverteidigung nach dem EM-Triumph 2024 somit zum Heimspiel.

Und alles, was in der kontinentalen Beach-Szene Rang und Namen hat, wird ab Ende Juli mitmischen. Wie zum Beispiel das norwegische Männer-Duo Anders Mol/Christian Sørum oder die Schweden David Ahman/Jonatan Hellvig. Bei den Frauen kommt die Konkurrenz für Tillmann/Müller zum Beispiel aus Italien (Valentina Gottardi/Reka Orsi Toth) und der Schweiz (Anouk und Zoé Vérge-Dépré sowie Tanja Hüberli/Leona Kernen).

Das Publikum auf den Tribünen wird mit Sicherheit ein anderes sein. Vor allem eine andere Generation – und natürlich eine andere Sportart. Aber der Rochusclub wird fraglos der ideale Spielort für die Beachvolleyball-EM sein. Warum? Weil der Rochusclub Spitzensport kann, weil das Ambiente passt und dem Event einen hervorragenden Rahmen verleihen wird. Und weil das Flair der Stars den entsprechenden Teil dazu beitragen wird. Es ist ein neues Kapitel in der Historie des Rochusclubs. Aber ist es wieder eines als „Home of Sand“.

Tobias Kemberg