Doppelter Harper für drei Punkte

DEG setzt sich mit 2:1 in Schwenningen durch

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Beim Auftaktspiel überzeugte der aus der AHL gekommene Stürmer mit zwei Vorlagen. Im ersten Auswärtsspiel erzielte Stephen Harper am Sonntag beide Treffer für die Düsseldorfer, die mit fünf Punkten aus zwei Partien einen gelungenen Start in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga hingelegt haben.

Vier Jahre lang stand Harold Kreis in seiner zweiten Düsseldorfer Amtszeit hinter der Bande des achtmaligen Deutschen Eishockey Meisters. In dieser Zeit führte der sympathische Deutsch-Kanadier die DEG nach zwei Jahren außerhalb der Top Ten und dem großen Mike-Pellegrims-Missverständnis drei Mal in die Play-offs der Deutschen Eishockey Liga – auch wenn die heiße Saisonphase im Frühjahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt und deshalb nicht ausgespielt wurde.

Am Sonntagnachmittag traf Kreis mit seinem neuen Klub Schwenninger Wild Wings erstmals wieder auf den ehemaligen Arbeitgeber. Doch die DEG war selbstverständlich nicht in den Schwarzwald gefahren, um dem ihrem 63 Jahre alten Ex-Trainer verspätete Abschiedsgeschenke zu überreichen. Nach dem 4:3-Sieg nach Verlängerung zum Auftakt am Freitagabend gegen den ERC Ingolstadt setzte sich das in Abwesenheit des kranken Roger Hansson von Thomas Dolak und Daniel Kreutzer gecoachte Team mit 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) bei den Wild Wings durch.

Harper humorlos zum 1:0

Die DEG begann gut und ließ dem Gegner in der defensiven Zone nur ganz wenig Raum. Ein aus Sicht der Düsseldorfer glücklich von der Bande zurück vor das Schwenninger Tor gesprungene Puck ermöglichte das 1:0. Stephen Harper, im Sommer von den Tucson Roadrunners aus der AHL gekommen, erzielte mit einem humorlosen Handgelenkschuss seinen ersten DEL-Treffer (14.). „Wenn die Scheibe so gut für dich aus der Bande kommt und du so frei im Slot stehst, musst du das Ding einfach machen“, kommentierte Harper sein Tor.

Im zweiten Abschnitt fand der nun mit mehr Tempo kommende Gegner besser ins Spiel. Bis in die 36. Minute hinein vernichtete Henrik Haukeland im Tor der in dieser Phase etwas fehlerbehafteten DEG jedoch alle Chancen der Wild Wings. Erst ein von Tyson Spink abgeschlossener Konter sorgte für den mittlerweile verdienten 1:1-Ausgleich.

Foto: Birgit Häfner

Harper ganz cool zum 2:1

Gefährliche Aktionen in Richtung Tor gab es von beiden Teams im Schlussabschnitt über lange Zeit nicht zu beobachten. Dann aber tauchte plötzlich Stephen Harper alleine vor Schwenningens Torhüter Joacim Eriksson durch. Und der Düsseldorfer Stürmer, der schon beim Heimsieg gegen Ingolstadt als zweifacher Vorbereiter in Erscheinung getreten war, verwandelte abgezockt zu seinem zweiten Treffer des Tages und dem letztlich entscheidenden 2:1 (53.) für die DEG.

Kreis zog Eriksson in der Schlussphase zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Harper und der zweifache Vorlagengeber Brendan O’Donnell verpassten mit ihren Pfostenschüssen die Entscheidung. Doch das spielte keine Rolle mehr, die Wild Wings brachten nichts Gefährliches mehr auf das Tor von Haukeland, der am Ende 16 von 17 Schüssen abgewehrt und damit großen Anteil am zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel hatte.

„Ich habe unter Harry gearbeitet und in dieser Zeit viel gelernt. Natürlich war das dann heute besonders für mich“, sagte Thomas Dolak. „Unser zweites Drittel war heute nicht gut. Da hatten wir zu viele Scheibenverluste. Aber im letzten Drittel haben wir sehr solide gespielt und können deshalb mit diesen drei Punkten nach Hause fahren.“

Statistik: Schwenninger Wild Wings – Düsseldorfer EG 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
DEG/Tor: Haukeland (Hane); Abwehr: Cumiskey, Zitterbart – Geitner, Ebner – Järvinen, McCrea – Heinzinger; Angriff: Gogulla, Barta, Fischbuch – O’Donnell, MacAulay, Harper – Schiemenz, Eder, Ehl – Eham, Blank, Borzecki
Schiedsrichter: Ansons/Hunnius
Tore: 0:1 (13:11) Harper (O’Donnell, MacAulay), 1:1 (35:40) Tyson Spink (Tylor Spink), 1:2 (52:15) Harper (O’Donnell, Ebner)
Zuschauer: 3950
Strafminuten: 4:6
Torschüsse: 17:21

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