DEG kassiert erste Saisonniederlage

Unnötiges 1:2 bei den Augsburger Panthern

Foto: Kai Kuczera

von Tobias Kemberg

Ohne ihren Cheftrainer, Top-Verteidiger und Top-Stürmer gehen die Düsseldorfer in ihrem dritten Saisonspiel in der Deutschen Eishockey Liga erstmals als Verlierer vom Eis. Ärgerlich ist die Niederlage vor allem deswegen, weil der entscheidende Gegentreffer durch zu viel Passivität in der eigenen Zone begünstigt wurde.

Es gibt so Spiele, die man nicht verlieren muss. Das zweite Auswärtsspiel der Düsseldorfer EG in der noch jungen Saison war so eines. Bei den Augsburger Panthern verlor die in Abwesenheit von Roger Hansson von Thomas Dolak betreute Mannschaft am Sonntagnachmittag mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) und musste sich am Ende vor allem über die fehlende Zielstrebigkeit und Effizienz in der Offensive ärgern.

Die Vorzeichen vor dem einzigen Spiel des Wochenendes waren nicht die allerbesten. Nach der schweren Knieverletzung von Verteidiger Kyle Cumiskey, der mit seinem Kreuzband- und Innenbandriss die komplette Saison ausfallen dürfte, meldete sich unter der Woche auch Trainer Roger Hansson mit einem positiven Corona-Test ab. Eine Stunde vor dem ersten Bully meldete die DEG, dass mit Brendan O’Donnell auch der Top-Stürmer kurzfristig passen muss.

Weil auch Niklas Heinzinger nicht mitwirken konnte, trat die von Thomas Dolak verantwortete Mannschaft mit Nachwuchsspieler Justus Böttner als sechstem Verteidiger beim Play-off-Viertelfinalgegner von 2019 an. Und der 20-Jährige, der normalerweise in der dritten Liga für die Black Dragons Erfurt die Schlittschuhe schnürt, legte ein ordentliches DEL-Debüt hin.

Stephen MacAulay erzielt den einzigen Düsseldorfer Treffer

Ebenso ordentlich begann die DEG, die in den ersten zehn Minuten zielstrebiger auftrat als die Augsburger. Doch die Panther übernahmen in der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts mehr und mehr die Kontrolle. Ein ums andere Mal war die Defensive der Düsseldorfer gefordert, Torhüter Henrik Haukeland rückte zunehmend in den Blickpunkt und verhinderte mehrfach einen Rückstand.

Nach der ersten Pause bekam die DEG wieder mehr Zugriff, wenngleich sich immer wieder Ungenauigkeiten einschlichen – vor allem in der offensiven Zone. Ein Gewaltschuss von Stephen MacAulay (30.) sorgte fast genau zur Spielmitte für das 1:0 aus Düsseldorfer Sicht. Die Freude über die Führung war aber nur von kurzer Dauer, weil Adam Payerl (33.) die Scheibe über Haukelands Schulter ins Tor hämmerte. Auf der anderen Seite hatte Philip Gogulla Sekunden zuvor das 2:0 verpasst.

Bernhard Ebner ärgern die vielen Turnover in der neutralen Zone

So ging es mit einem 1:1 ins Schlussdrittel, in dem die Partie lange offenblieb. In den Schlussminuten reagierte die DEG nur noch und wurde für ihre Passivität bestraft. Samuel Soramies (58.) erzielte den Game Winner für die Panther, die über 60 Minuten gesehen zwar mehr Schüsse abgeben, aber keineswegs die klar bessere Mannschaft waren. Die Düsseldorfer ihrerseits gaben in den finalen 20 Minuten nur noch vier Torschüsse ab. Zu wenig, um den entscheidenden Punch zu setzen.

„Wir haben es Augsburg zu leicht gemacht. Mit einem erzielten Tor gewinnst du selten ein Spiel“, sagte Verteidiger Bernhard Ebner. „Es waren zu viele Turnover in der neutralen Zone. So kannst du nicht kontinuierlichen Druck aufbauen auf den Gegner.“

Statistik: Augsburger Panther – Düsseldorfer EG 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)
DEG/Tor: Haukeland (Hane); Abwehr: Järvinen, Zitterbart, – Ebner, Geitner – Böttner, McCrea – Heinzinger; Angriff: Gogulla, Barta, Fischbuch – Harper, MacAulay, Eder – Eham, Blank, Ehl – Schiemenz, Borzecki
Schiedsrichter: Palkövi/Schrader
Tore: 0:1 (29:44) MacAulay (Harper), 1:1 (32:35) Payerl (Clarke, Saponari), 2:1 (57:50) Soramies (Clarke)
Zuschauer: 4633
Strafminuten: 4:2
Torschüsse: 40:26

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