Das NFT aus dem 3D-Drucker

Virtuelle und reale Sammlerstücke für alle

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

Non-fungible Token gewinnen in der Sportwelt immer mehr an Bedeutung. Der Handel boomt und die vielfältigen Möglichkeiten der NFTs scheinen noch längst nicht ausgeschöpft – wie SportsInnovation-Aussteller und –Gold-Plus-Sponsor Fansea beim Sportbusiness-Event in Düsseldorf unter Beweis stellte.

Ob das Topps-Album mit den Stars aus der Fußball-Bundesliga oder die Hochglanz-Päckchen von Panini zur neuen Basketball-Saison in der NBA – dem Sammeln und Tauschen von Stickern oder Karten wohnt für Sportfans seit Jahrzenten und generationsübergreifend ein ganz besonderer Zauber inne. Heute fokussiert sich ein nicht unerheblicher Teil der Sammelfreude mehr und mehr auf Non-fungible Token: Die NFTs erleben einen regelrechten Boom.

Doch was ist so ein NFT überhaupt? Zunächst einmal ist es ein nicht ersetzbares und digital geschütztes Objekt. Mit Hilfe der sogenannten Blockchain-Technologie, einer speziellen Datenbankform, reihen sich bei einem NFT Datensätze aneinander, die das Objekt letztlich einzigartig und identifizierbar machen. Non-fungible Token sind unter dem Strich also Besitzurkunden für einzigartige digitale Objekte und somit fälschungssichere Sammlerstücke – für die nicht selten enorm hohe Preise gezahlt werden.

Copyright: Jakub Porzycki

Projekt rund um ein besonderes Trikot des AC Mailand

Die 2020 gegründete NFT-Plattform Fansea aus Frankfurt geht einen anderen Weg und hat sich zum Ziel gesetzt, jene Sammlerstücke für alle Sportfans erschwinglich zu machen. Mit seiner Technologie macht Fansea besondere Gegenstände auch als hochwertige 3D-Drucke zugänglich. Damit soll Fans aller Generationen der Weg ins Metaverse zugänglich gemacht werden.

„Wir nehmen Originalgegenstände wie beispielsweise einen Fußballschuh, digitalisieren diesen mit einem speziellen Scanner und bringen ihn auf diese Weise in die virtuelle Welt. Mit den 3D-Drucken schlagen wir wiederum die Brücke in die reale Welt“, sagt Laura Romanow von Fansea. „Natürlich geht es viel um die Story dahinter. Wenn es zum Beispiel um den Schuh von Mario Götze aus dem WM-Finale von 2014 gehen würde, ist die Bedeutsamkeit dieses Sammlerstück enorm groß. Das Original kann nur einer besitzen, das NFT aus dem 3D-Drucker macht das Objekt aber mehreren zugänglich.“

NFTs können aber auch ganz andere Geschichten erzählen. Fansea arbeitete zuletzt an einem Projekt, bei dem es um ein Trikot des italienischen Serie A-Klubs AC Mailand ging, das ein Junge im Süd-Sudan getragen hatte. Romanow: „Ein Fotograf von Unicef hat den Jungen in seinem zerfetzten Trikot gesehen und hat ihm das abgekauft. Wir haben das digitalisiert und verkaufen die digitalen Versionen nun für einen guten Zweck.“

Um das Sammeln so leicht wie möglich zu machen, können die NFTs bei Fansea über einfache Systeme wie PayPal bezahlt werden. Auch damit soll die neue Sammelwelt für Fans aller Generationen interessant gemacht werden – ganz gleich, ob es nun ein Fußballschuh, ein Trikot oder vielleicht doch die gute alte Sammelkarte sein soll.

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