Wieder wird auf der GBT in Düsseldorf gespielt. Und Pfretzschner und Henning greifen erneut an. Wir haben den 26-jährigen Lukas Pfretzschner exklusiv im Interview sprechen können.
Lukas, Glückwunsch zum Turniersieg. Was waren das für Emotionen zum Abschluss von Düsseldorf 1 auf der GBT?
Lukas Pfretzschner: Boah, das war schon wirklich extrem emotional, vor allem weil wir nicht wirklich gut gestartet sind in dem Turnier. Aber hinten raus haben wir es ja dann hingebogen. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich war wirklich nervös und erstmal erschlagen von all den Eindrücken. Man könnte meinen, wir alte Hasen lächeln das weg, aber da waren echt viele Menschen vor Ort und da ging es um richtig viel. Das hat etwas mit mir gemacht. Sonntag haben wir dann aber alles in die richtige Bahn gelenkt, das hat mich sehr froh gemacht.
Wie sehr bockt der Stop in Düsseldorf?
Pfretzschner: Das ist schon eine Besonderheit im Turnierkalender für mich. So viele Leute vor Ort kenne ich richtig gut. Ich starte für Düsseldorf, das ist ein Heimspiel vor der Haustür. Mit mir macht das eine Menge und deswegen ist die Aufregung auch immer größer als anderswo.
Was sagt dieser Turniersieg über das neue Duo Henning/Pfretzschner aus?
Pfretzschner: Das ist natürlich eine tolle Bestätigung, aber wir haben klar festgestellt, dass wir uns noch finden müssen. Oder besser gesagt, dass wir unseren gemeinsamen Spielstil noch finden müssen, also das wofür Henning/Pfretzschner stehen soll. Unsere Idee, das, was uns ausmachen soll. Wir trainieren das häufig, aber bis das in Fleisch und Blut übergegangen ist, wird es noch etwas dauern. Es ist normal, dass es da noch holpert…
Wie weit ihr da seid, lässt sich höchstwahrscheinlich gar nicht genau sagen, oder?
Pfretzschner: Nein, das ist auch keine Skala von eins bis zehn, auf der ich jetzt eine Zahl nennen könnte. Wir stehen noch am Anfang. Es gibt noch viel Potenzial und Luft nach oben. Aber wir sind gleichzeitig auf einem guten Weg, finde ich.
Auf welche Highlights arbeitet ihr zu dieses Jahr?
Pfretzschner: Düsseldorf zum Start ist ein Highlight. Die Saisonhöhepunkte dürften dann die Europameisterschaft, das Elite-Turnier in Hamburg und die Deutsche Meisterschaft in Dortmund werden. Da wollen wir sportlich erfolgreich sein. Natürlich werfen wir schon jetzt auch mit einem halben Auge den Blick auf den Beginn der Olympia-Quali Ende des Jahres.
Düsseldorf 2 geht ihr als Titelverteidiger an. Wie stehen die Chancen aufs Double?
Pfretzschner: Wir haben erstmal nur das Ziel, wie beim ersten Turnier hier, unseren Gegnern unser Spiel aufzudrücken. Das ist uns wichtig und deshalb lösen wir uns erstmal auch von den klassischen Sieg/Niederlage-Gedanken. Wenn wir uns auf unsere Sachen konzentrieren, stellen sich Siege von ganz alleine in. Wenn wir uns auf andere Dinge konzentrieren, dann verlieren wir. Prinzipiell wollen wir einfach eine gute Zeit zusammen auf dem Court haben.
Düsseldorf 1 war eitel Sonneschein. Hast du die Regensachen für Düsseldorf 2 dabei?
Pfretzschner: Einmal Thermo lang ist eingepackt. Das muss reichen. Aber wer sich übers Wetter aufregt, regt sich über alles auf. Auch bei Regen bleibt Beachvolleyball der schönste Sport der Welt.
Danke fürs Gespräch, Lukas.
Foto: Justus Stegemann / German Beach Tour
