Beim SPEED CIRCUS am Freitag, 12. Juni auf dem Burgplatz direkt neben dem Schloßturm wird Franzi Ritter dann wieder senkrecht die Wand hochrasen. Auf der Jagd nach Bestzeiten und im direkten Duell mit ihren Kontrahentinnen. Speedklettern macht den Anfang beim D.SPORTS CIRCUS und wir haben Franzi vor ihrem Wiedereinstieg exklusiv gesprochen.
Franzi, wie bist du aktuell drauf? Du hast lange keinen Wettkampf mehr bestritten…
Franzi Ritter: Ich freue mich sehr, jetzt beim D.SPORTS CIRCUS endlich wieder an den Start zu gehen. Letztes Jahr war ich aufgrund einer Verletzung beim CIRCUS nicht aktiv dabei, deshalb wird das jetzt ein besonderer Wettkampf für mich. Die Vorbereitung lief allerdings nicht ganz optimal, weil ich zuletzt noch mit einer leichten Fingerverletzung zu kämpfen hatte. Trotzdem hoffe ich, dass ich mein Bestes zeigen kann. Es ist das erste Mal seit langer Zeit, dass ich wieder auf einer großen Kletterbühne stehe, und darauf freue ich mich enorm.
Wie lange zieht sich das alles schon hin?
Ritter: Die Verletzungsgeschichte begleitet mich inzwischen schon eine ganze Weile. Letztes Jahr musste ich die komplette Saison aussetzen. Anfang des Jahres hatte ich mich bei einem Boulderwettkampf verletzt und mir das Labrum in der Schulter gerissen. Im Juli wurde ich dann operiert – ausgerechnet rund um den Saisonhöhepunkt. Schon vorher hatte ich Probleme mit der Schulter, vor allem fehlten mir Kraft und Stabilität. Das hat sich letztlich durch die gesamte Saison gezogen.
Wie sehr hat dich das zurückgeworfen?
Ritter: In diesem Jahr haben die ersten Nominierungs-Wettkämpfe bereits stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings noch nicht in der Form, die ich mir gewünscht hätte. Deshalb steige ich etwas später in die Saison ein, weil ich mich nicht für internationale Starts empfehlen konnte.
Was ist dein Plan, um wieder zu alter Stärke zurückzufinden?
Ritter: Im Moment geht es vor allem darum, möglichst viele Meter an der Wand zu sammeln. Kraftmäßig fehlt noch einiges, aber das baue ich Schritt für Schritt wieder auf. Mein Ziel ist es, möglichst regelmäßig und ohne größere Rückschläge trainieren zu können. Die Fingerverletzung hat die Situation noch einmal etwas erschwert, weil gerade das Training an der Wand dadurch eingeschränkt war.
Stimmt denn die Tendenz?
Ritter: Ja, jetzt kommt es darauf an, wieder Konstanz in die Einheiten zu bekommen und das Trainingspensum kontinuierlich zu steigern. Ich hoffe, dass ich über den Sommer zu meiner alten Form zurückfinde. Die Deutschen Meisterschaften im Juli sind dabei ein wichtiger Meilenstein – auch mit Blick auf die Nominierungen für weitere Wettkämpfe. Mein Ziel ist es, dass es in diesem Jahr wieder für internationale Einsätze reicht.
Was bedeutet dir der D.SPORTS CIRCUS in Düsseldorf?
Ritter: Die Vorfreude ist riesig. Nachdem ich im vergangenen Jahr nicht klettern konnte, freue ich mich umso mehr auf dieses Event. Die Atmosphäre auf dem Burgplatz ist einfach etwas Besonderes. Es macht unglaublich viel Spaß, Teil dieser Stimmung zu sein und gleichzeitig auch die anderen Sportarten mitzuerleben. Das gesamte Event ist ein tolles Gesamtpaket.
Dass du ja nur als Zuschauerin kennst…
Ritter: Ja. Besonders schön finde ich, zu sehen, wie viele Menschen sich auf dem Burgplatz für unseren Sport begeistern lassen. Für mich hat das Ganze dazu auch viel Heimatgefühl. Hier in Düsseldorf trainiere ich, hier bin ich Teil des Teams D.2028, und deshalb fühlt es sich auch wie ein Heimwettkampf an. Ich hoffe, dass viele Zuschauerinnen und Zuschauer vorbeikommen und uns unterstützen.
Vielen Dank für das Gespräch.
Mehr zum Event:
Der D.SPORTS CIRCUS findet in diesem Jahr vom 12. bis zum 14. Juni statt. Am Rheinufer dürfen sich Sportfans auf Speedklettern, 3X3-Basketball und Stabhochspringen freuen - und das bereits bei der 4. Auflage dieses Sportevents der besonderen Art.
Auch 2026 sind wieder Action, Spannung und Top-Leistungen nationaler und internationaler Athlet:innen garantiert. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist wie schon in den vergangenen Jahren kostenlos.
Foto: DAV/Witters
