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Das Foto zeigt eine Spielszene zwischen der DEG und Landshut im 2. Play-off-Spiel der 1. Runde der DEL2-Playoffs 25/26.

Foto: Birgit Häfner

Eishockey

Ein Spiegelbild der Saison

DEG verliert mit 3:7 und ist raus aus den Play-offs.

Immer wieder dieselbe Leier. Haarsträubende Fehler, Schwächen bei den Special Teams und mangelnde Effektivität in der Offensive. Das alles führt am Freitagabend zu einer weiteren Heimniederlage. Es ist die letzte in der Saison 2025/26. Denn die Düsseldorfer Eishockeyprofis sind nach zwei verlorenen Duellen mit dem EV Landshut ausgeschieden. Verdient.

Als im Powerbreak des ersten Drittels die Frauen-Mannschaft der Düsseldorfer EG mit dem Meisterpokal der DFEL2 eine Ehrenrunde über die Eisfläche im PSD BANK DOME drehte, hallte es „Und so spielt man Eishockey“ von den Rängen. Es war die ultimative Verhöhnung des Männer-Teams. Zu diesem Zeitpunkt lag die DEG gegen den EV Landshut bereits mit 0:2 im Rückstand, am Ende hieß es 3:7 (0:2, 1:1, 2:4). Damit ist die DEL2-Saison 2025/26 für die Rot-Gelben beendet.

„Endlich“, mag so mancher Anhänger gedacht und sogar ausgesprochen haben. Denn obwohl die Geschäftsführung mit Andreas Niederberger und Rick Amann vor und während der Saison von nichts Anderem als Platz zehn nach der Hauptrunde sprach – und dieser mit Rang neun erreicht wurde – lieferte das Team in Jahr eins nach dem Abstieg seinem treuen Publikum überwiegend schwere Kost. Teilweise waren die Auftritte sogar bodenlos.

Haarsträubende Fehler, schwaches Penalty Killing und zu viele Torschüsse für einen eigenen Treffer. Das, was schon in den 52 Hauptrundenspielen für durchwachsene Resultate und miese Stimmung sorgte, blieb auch in der „Best-of-three“-Serie gegen den einstigen Bundesliga- und DEL-Mitstreiter Landshut Problemzone.

Bradford, Balinson und Brown erzielen die letzten DEG-Tore der Saison

Nach Puckverlust im Vorwärtsgang war es Trevor Gooch (3.), der mit dem ersten Abschluss des EVL das 0:1 aus Düsseldorfer Sicht herbeiführte. Martin Has (7.) legte zügig nach und spätestens da machte bei den meisten unermüdlichen Berufsoptimisten mit DEG-Trikot und -Schal der letzte Rest an Hoffnung der Ernüchterung Platz.

Den dritten Landshuter Treffer, wiederum durch den starken Gooch (28.) beantwortete Erik Bradford (30.) zeitnah mit dem Anschlusstor zum 1:3. Und plötzlich war die DEG da. Sie schnürte die Landshuter bei Fünf-gegen-fünf über einen längeren Zeitraum vor dem eigenen Tor ein und hatte auch im anschließenden Überzahlspiel enorm viel Zone-Time. Doch anstelle des zweiten Treffers löste sich die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp aus der Umklammerung und es ging mit dem 1:3 aus DEG-Sicht in die zweite Drittelpause. Das war angesichts eines Schussverhältnisses von 32:11 schon grotesk, aber viele Versuche waren einfach nicht zwingend genug.

Mit dem 2:3 von Max Balinson (44.) schien dann noch einmal etwas möglich, doch eine dumme Strafzeit und ein schnelles 2:4 durch David Stieler (46.) später war die Luft sofort wieder raus. Tobias Schwarz (56.), Tobias Lindberg (57.) und Tor Immo (58.) brachten die ganze Nummer dann in Richtung Debakel für die DEG. Das letzte Tor zum 3:7 für die Düsseldorfer durfte sich Erik Brown (60.) anschreiben lassen. Dann war es vorbei.

„Unter dem Strich ist Landshut verdient weitergekommen. Heute war es wieder ein Spiegelbild der Saison“, sagte DEG-Trainer Harry Lange. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Aber vielleicht hilft es auch, einen noch klareren Schnitt zu machen. Ab morgen müssen wir die Zeit nutzen, um besser zu werden.“

Statistik: Düsseldorfer EG – EV Landshut 3:7 (0:2, 1:1, 2:4)
DEG/Tor: Lunemann (Kuklok); Abwehr: Hammond, Faber – Balinson, Blumenschein – Quaas, Fischer; Sturm: Orendorz, Bradford, Linden – Niederberger, Clarke, Brown – Tosto, Thiel, Münzenberger – Geitner, Hofmann, Assavolyuk
Schiedsrichter: Cespiva/Gossmann
Tore: 0:1 (2:16) Gooch, 0:2 (6:58) Has (Immo, Stieler), 0:3 (27:38) Gooch (Immo, Schwarz), 1:3 (29:43) Bradford (Balinson, Linden), 2:3 (43:33) Balinson (Linden, Faber/5-4), 2:4 (45:47) Stieler (Elsner, Bergman/5-4), 2:5 (55:31) Schwarz (Has), 2:6 (56:57) Lindberg, 2:7 (57:13) Immo (Gooch, Serikow), 3:7 (59:05) Brown (Clarke, Niederberger/5-4)
Zuschauer: 5094
Strafminuten: 4:8
Torschüsse: 45:18
Stand in der „Best-of-three“-Serie: 0:2 (beendet, Landshut damit im Viertelfinale)