Lehmhaus prägte über Jahrzehnte hinweg die Kommunalpolitik der Landeshauptstadt. Seit 2004 gehörte sie dem Stadtrat an, ihr Mandat legte sie erst im Juni 2025 krankheitsbedingt nieder. Zuvor war sie bereits in den 1990er-Jahren Kreisvorsitzende der FDP und engagierte sich in der Bezirksvertretung 4. In ihrer politischen Arbeit setzte sie Schwerpunkte in den Bereichen Sport, Bildung, Kultur und Wirtschaft.
Viele Jahre setzte sie sich im Sportbeirat für den Sport in Düsseldorf ein. Dazu war sie auch im Aufsichtsrat von D.LIVE sowie der Vorgängergesellschaften aktiv.
Auch über die Politik hinaus war Lehmhaus stark engagiert. 2011 gründete sie den Verein „sports partnership“, der sich für die Förderung von Kindern und Jugendlichen durch Sport einsetzt und dabei insbesondere Werte wie Teamgeist, Respekt und Integration vermittelt. Bis zuletzt blieb sie zudem Vorsitzende des Freundeskreises der Deutschen Oper am Rhein.
Für ihr langjähriges politisches und gesellschaftliches Engagement wurde Lehmhaus im Mai 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Trotz ihrer schweren Krankheit ging Lehmhaus offen mit ihrer Situation um und bewahrte sich eine positive Haltung. Neben ihrer Familie war die Oper eine wichtige Kraftquelle für sie.
Die FDP Düsseldorf würdigte Lehmhaus als prägende Persönlichkeit. Fraktionsvorsitzender Mirko Rohloff erklärte, mit ihr verliere die Stadt „eine überzeugte Liberale, eine Streiterin für Chancengerechtigkeit und eine gute Freundin“. Düsseldorf verliere eine bedeutende Stimme, die die Stadt mit Klarheit, Haltung und Weitblick mitgestaltet habe.
Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller meldete sich zu Wort: „Die traurige Nachricht vom Tod von Monika Lehmhaus hat mich erreicht. Ihr viel zu früher Verlust erfüllt unsere Stadt mit tiefer Betroffenheit.“
