Das vor der Saison von den Geschäftsführern Andreas Niederberger und Rick Amann ausgerufene Ziel des zehnten Tabellenplatzes haben die Düsseldorfer Eishockeyprofis bereits erreicht. Doch angesichts der nächsten schwachen Vorstellung im PSD BANK DOME stellt sich die Frage, wie viele Partien zu den noch zwei ausstehenden Hauptrundenspielen dazukommen werden. Gegen die Bietigheim Steelers gibt es vor 6856 Fans ein 1:4.
Wie lange die Zielgerade der Eishockeysaison 2025/26 für die Düsseldorfer EG sein wird, steht noch in den Sternen. Aber die erste DEL2-Spielzeit ist definitiv auf jene Zielgerade eingebogen. Das lässt einerseits am Beginn des Monats März festmachen und andererseits an der Tatsache, dass das Duell mit den Bietigheim Steelers am Sonntag im PSD BANK DOME bereits das letzte Heimspiel der Hauptrunde war.
Ob man für das Abzählen der Play-off-Auftritte mehr als die Finger an einer Hand benötigen wird, darf angesichts der jüngsten Leistungen bezweifelt werden. Beim 1:4 (1:0, 0:3, 0:1) am Sonntagnachmittag gegen die Steelers, die ihrerseits das direkte Ticket für das Viertelfinale lösten, präsentierte sich die Mannschaft von Cheftrainer Harry Lange wie ein Team, das benommen dem Saisonende entgegen taumelt.
„Bei Bietigheim fallen eins, zwei, drei, vier Leistungsträger aus – und ich suche sie. Es war heute wieder ein Spiegelbild der vergangenen Spiele. Da waren wieder mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen bei uns. Und das sollte in dieser Phase der Saison anders sein. Aber wir wollen die Flinte nicht ins Korn schmeißen. Aufgeben werden wir gar nichts“, sagte Lange, der dieser Tage seinen Vertrag bei den Rot-Gelben bis zum Sommer 2027 verlängerte. Und Kapitän Max Faber ergänzte: „Im zweiten Drittel brechen wir wieder ein und das ist leider eine Konstante in dieser Saison. Das darf nicht sein.“
Drei Gegentore in acht Minuten und elf Sekunden
Trotz vieler Ungenauigkeiten bei den finalen Pässen oder Abschlüssen ließ sich das erste Drittel aus Düsseldorfer Sicht noch einigermaßen gut an. Die DEG hatte mehr vom Spiel und ließ wenig zu. 51 Sekunden vor der ersten Pause sorgte Nicholas Baptiste auf Zuspiel von Erik Bradford für das 1:0. Doch schon im ersten Wechsel nach dem Wiederbeginn hatte es sich mit der Führung auch schon wieder erledigt. Alex Dostie (21.) war der entscheidende Nutznießer des freien Raumes in der Defensivzone der DEG, die in der Folge komplett den Faden verlor.
Innerhalb von 91 Sekunden trafen Jack Dugan (28.) und Bastian Eckl (29.) zum 2:1 und 3:1 für die Steelers, die – wie so viele Mannschaften in den vergangenen Monaten bei einem Auswärtsspiel in Düsseldorf – gar keinen übermäßig guten Auftritt hinlegen mussten. Solide reicht halt schon. Die DEG versuchte sich zu sammeln und ins Spiel zurückzufinden, doch selbst bei Fünf-gegen-vier blieben die Bemühungen harmlos.
Daran änderte sich auch im Schlussabschnitt nichts. Die DEG spielte nach vorne, ließ aber ein weiteres Mal die nötige Durchschlagskraft und Entschlossenheit vermissen. So ließ sich die 14. Niederlage im 26. Heimspiel nicht mehr abwenden. Zwei Spiele vor dem Ende der Hauptrunde deutet nun einiges auf ein Pre-Play-off-Duell mit dem EV Landshut hin, aber auch ein Aufeinandertreffen mit den Lausitzer Füchsen und Ex-Trainer Christof Kreutzer ist noch im Bereich des Möglichen. Fürchten werden sich beide Mannschaften vor dieser DEG aktuell aber keineswegs.
Statistik: Düsseldorfer EG – Bietigheim Steelers 1:4 (1:0, 0:3, 0:1)
DEG/Tor: Lunemann (Kuklok); Abwehr: Hammond, Faber – Balinson, Geitner – Maginot, Fischer; Sturm: Brown, Bradford, Baptiste – Niederberger, Clarke, Thiel – Orendorz, Linden – Norén – Tosto, Hofmann, Münzenberger
Schiedsrichter: Polaczek/Klijberg
Tore: 1:0 (19:09) Baptiste (Bradford), 1:1 (20:36) Dostie (Uplegger, Fischer), 1:2 (27:16) Dugan (Kemp, Schüle), 1:3 (28:47) Eckl (Kemp), 1:4 (59:32) Fonstad (Dostie, Hochreither/5-6)
Zuschauer: 6856
Strafminuten: 6:12
Torschüsse: 34:26
