Anfang des Jahres 2025 rief D.SPORTS das Uniper D.RUNNING Team ins Leben. Mit diesem wird neben der Verpflichtung von Spitzenläuferinnen und -Läufern sowie der Förderung des Nachwuchses, ein Angebot für Kinder und Jugendliche geschaffen, um dem zunehmenden Bewegungsmangel entgegenzuwirken. Die chirurgisch-orthopädische Gemeinschaftspraxis Vöge & Garn sowie Daniel Philipp Physiotherapie sind als Partner des Uniper D.RUNNING Teams an Bord. Im Interview sprechen Dr. Thomas Garn, Praxisinhaber und Geschäftsführer, Facharzt für Chirurgie und Sportmediziner von Vöge & Garn, und Phillip Hartmann, Regionalleiter Daniel Philipp Physiotherapie, über ihren Bezug zum Thema Running sowie die optimale Begleitung und Betreuung von Spitzensportler:innen.
Sie beide haben in Ihren Unternehmen viele Bezugspunkte zum Sport und Leistungssport. Wie passt das Uniper D.RUNNING Team da hinein?
Phillip Hartmann: Wir bei Daniel Philipp Physiotherapie haben bereits seit mehreren Jahren viele Berührungspunkte mit D.SPORTS, sind in Düsseldorf und im Raum Nordrhein-Westfalen generell stark involviert, wenn es um Leistungssportler:innen und ihre Behandlung geht. Mit unseren hochmodernen Facilities sind wir darauf ausgerichtet, Sportler bestmöglich zu betreuen und zu befähigen, ihr sportliches Potenzial auszuschöpfen. Daher betreuen wir absolut zielgerichtet. Es geht uns um Performance und nachhaltige Gesundheit. Am Ende des Tages ist es unser Wunsch ambitionierten Sport zu betreuen. Und dafür steht eben auch das Uniper D.RUNNING Team.
Dr. Thomas Garn: Auch wir betreuen in unserer chirurgisch-orthopädischen Gemeinschaftspraxis eine Menge Leistungssportler:innen, insbesondere im Mannschaftsbereich, aber ebenso Individualsportler. Wir haben richtig Lust auf D.RUNNING und alles, was mit diesem Thema zusammenhängt. Im Hinblick auf die Sommerspiele in Los Angeles 2028 möchten wir daher unser Know-How einbringen und das Team maximal unterstützen um die Sportler:innen in „best shape“ an die entsprechende Startlinie zu bringen.
Was macht das Thema Running aus Ihrer Sicht besonders und besonders unterstützenswert?
Garn: Running ist als Sportart bisher auf Profi-Niveau nicht in unserem Portfolio gewesen. Wir von Vöge & Garn haben aber extrem viel Lust darauf, auch weil wir uns selbst viel damit beschäftigen. Es ist auf jeden Fall ein Thema, bei dem wir viel leisten können.
Hartmann: Unser Kredo ist, Menschen auf ihrem Weg zu ihrer persönlichen Gesundheit zu begleiten. Laufen verbindet Breiten- und Spitzensport und ist aus meiner Sicht der Zugang zum Sport im Alltag, auch für mich persönlich. Es ist simpel umsetzbar, birgt aber Verletzungsrisiken, wenn man es falsch angeht. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Aufmerksamkeit für das Thema Running durch das Comeback des Uniper Düsseldorf Marathons definitiv wieder größer geworden ist.

Dr. Thomas Garn. Foto: Vöge & Garn
Garn: Dem kann ich nur zustimmen, die breite Masse ist begeistert. Davon konnte man sich Ende April beim Marathon-Sonntag überzeugen. Dass der Marathon zurück in Düsseldorf ist, ist fraglos ein Zugewinn für die Stadt und die Bewohner. Und noch mal generell zum Thema Laufen: Man bekommt einen einfachen Zugang zu dieser Art von sportlicher Aktivität. Im Prinzip gehe ich in ein Lauffachgeschäft und kaufe die passenden Schuhe. Ein T-Shirt und eine Hose hat jeder, dann geht es schon los. Und D.SPORTS ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die neue Laufbegeisterung in Düsseldorf geht.
Welche Vorteile ergeben sich für die Athlet:innen des Uniper D.RUNNING Teams durch die Zusammenarbeit von D.SPORTS mit Ihnen?
Garn: Wir haben eine hochmodern eingerichtete Praxis mit multiplen Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Dazu verfügen wir über die entsprechenden Erfahrungen. Wir möchten einen optimierten Weg mit den Athlet:innen gehen, von dem sie profitieren sollen. Unser Anspruch ist eine optimierte und auf den Sportler zugeschnittene Therapie, um einen schnellen, aber auch langfristigen, „Return to competition“ zu erreichen.
Hartmann: Auch wir können mit Facility, Equipment, Leistungsdiagnostik und ganz viel Expertise punkten. Bei uns arbeiten Menschen, die sich mit dem Sport identifizieren und mit Leidenschaft dabei sind. Darüber hinaus sind wir schnell in der Kommunikation, gerade auch durch den sehr guten Austausch mit der Praxis Vöge & Garn. In beratender Funktion möchten wir zudem einen Mehrwert für die Athlet:innen bieten.
Wie eng ist der Austausch zwischen Ihnen, bzw. wird er sein, wenn es um die Betreuung/Behandlung der D.RUNNING-Athlet:innen geht?
Garn: Es gibt eine Kommunikationsplattform, über die unser Austausch stattfindet. Schnell, direkt und mit enger Verknüpfung. Das funktioniert wunderbar. Zum Glück gab es bisher noch keine größeren Verletzungen im D.RUNNING-Team. Wenn aber etwas ist, sind wir in der Lage, innerhalb kürzester Zeit zu reagieren und zu agieren.
Hartmann: Meistens stehen zwei Therapeuten für einen verletzten Athleten oder eine verletzte Athletin bereit. Das ist allein aufgrund von Urlauben wichtig, um die Behandlungsqualität und die Stringenz aufrecht erhalten zu können. Wir müssen genau wissen, was das Thema ist. Deswegen dokumentieren wir alles genau. Es braucht diesen engen Draht, um den Informationsaustausch und alles Weitere nicht zu bürokratisch machen.
Was sind die Unterschiede in der Behandlung/Betreuung von Läufer:innen und generell Leistungssportlern im Vergleich zu Freizeitsportlern?

Phillip Hartmann. Foto: Alexander Pobedasch/CHP-Gruppe
Hartmann: Generell sagen wir den Patienten aus dem Leistungssportbereich nicht, dass sie gar nichts machen dürfen, auch wenn es irgendwo ein Problem oder eine Verletzung gibt. Aktivität in geringerem Pensum ist wichtig, das hängt mit der professionellen Sicht auf die jeweiligen Karrieren und Zeitpläne zusammen. Es geht um Wettkämpfe und darum, dafür rechtzeitig fit zu sein. Jeder Ausfall kann zum Problem werden. Daher ist klar: Jede Maßnahme von uns muss sitzen, wir haben klare Zielvorgaben. Ein bedeutsamer Aspekt ist, die Situation sensibel zu formulieren, so dass der Athlet nicht gleich die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
Garn: Ein großer und offensichtlicher Unterschied: Freizeitsportler verdienen damit nicht ihr Geld. Daher ist beim Leistungssportler natürlich ein immens hoher Druck da, auch wenn die Ambitionen von Freizeitsportlern die des Profis manchmal überflügeln können. Man muss die richtige Balance finden. Das bedeutet: Die Athlet:innen machen was sie können, aber werden halt nicht fit gespritzt und fallen danach womöglich noch länger aus. Das wäre der falsche Weg. Grundsätzlich hast du bei der Behandlung des Freizeitsportlers natürlich mehr Zeit. Ungeduldig sind sie alle, doch die Einsicht in Bezug auf Langfristigkeit ist bei den Leistungssportler:innen vielleicht hier und da eher gegeben.
Wie hat sich die sportmedizinische und physiotherapeutische Betreuung von Leistungssportlern in den vergangen fünf, zehn oder 15 Jahren verändert? In welchen Bereichen wurden die meisten Fortschritte gemacht? Welche Prozesse sind vielleicht einfacher geworden?
Hartmann: Aus physiotherapeutischer Sicht ist vieles moderner und digitaler geworden. Vor einigen Jahren kam die Physiotherapie, wenn es bereits weh tat. Heute ist der Ansatz mehr auf Prävention ausgerichtet. Ganzheitliche Gesundheit ist heute ein größeres Thema. Das ist eine schöne Entwicklung. Wir gehen weg von der reinen Symptombehandlung. Alle Therapeuten sind schon daraufhin ausgebildet worden. Die prägnanteste Veränderung aus meiner Sicht ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie ist ein wichtiger Teil des Prozesses und des Erfolges. Heute können wir in unseren Praxen so viel testen. Das gab es früher in dieser Intensität nicht.
Garn: Beim Thema Diagnostik kann ich mich anschließen. Da hat sich einiges getan. Auch der Arzt war früher anders unterwegs und ist heute ganzheitlicher in seiner Arbeit. Möglichkeiten wie die Eigenbluttherapie, das Magnetfeld oder Stoßwellentherapie beschleunigen Heilungsprozesse. Ärzte haben heutzutage ein anderes Verständnis von Verletzungen. Es gibt viele einzelne Komponenten, die wir therapieren können. Das ist schon eine rasante Entwicklung, aber es wird sich noch mehr tun. Wir sind da immer up-to-date, bilden uns regelmäßig fort und erreichen dadurch eine moderne Medizin, die wir den Patienten zur Verfügung stellen können.
