Wir haben die Düsseldorfer Nachwuchshoffnung vor seinem Abflug in den Süden sprechen können.
Phil, herzlichen Glückwunsch nachträglich zum deutschen U18-Titel im Weitsprung. Was bedeutet dir das?
Phil Janitz: Der Titelgewinn war schon sehr schön für mich. Das letzte Jahr lief nicht optimal, da hat nicht alles ganz so geklappt wie von mir gewünscht. Ich war da aber auch noch in vier Disziplinen im Training und als Mehrkämpfer unterwegs.
Und dann folgte der volle Fokus auf den Weitsprung…
Janitz: Genau. Ich habe gemerkt, dass ich zwar in allen vier Disziplinen solide bin. Aber für den ganz großen Wurf hat es da nicht gereicht. Also habe ich mich dann auf den Weitsprung konzentriert. Dass ich mit nur einem Winter Vorbereitung direkt den U18-Titel gewinnen konnte, ist eine tolle Bestätigung für mich.
Mit einem wirklich tollen Sprung!
Janitz: Ja, ich habe schon im Flug gemerkt, dass das ein richtig guter Sprung war. Mein Trainer hat auch laut gerufen, das war schon ein gutes Signal. Dann hat es etwas länger gedauert bis die Wettkampfrichter die Weite parat hatten. Aber mit 7,50 Meter hat es dann zum Sieg gereicht.
Und was geht mit dieser Vorlage jetzt in Rieti (ITA) bei der U18-EM?
Janitz: Am Freitag steht die Quali an, am Samstag findet das Finale statt. Mein Ziel ist es in der Quali die entsprechende Weite zu springen, um auch Samstag starten zu können. Dort peile ich dann einen Platz unter den Top8 an. Dann wäre es eine super Saison für mich.
Ist denn noch Luft nach oben, oder besser nach vorne?
Janitz: Ja, ich glaube schon. Zehn oder 15 Zentimeter Luft habe ich noch. Der Sprung bei der DM war schon sehr gut, aber der Absprung immer noch nicht perfekt. Wenn alles optimal läuft, sind auch 7,60 Meter drin.
Wie kann denn deine Zukunft aussehen? Was hast du noch vor?
Janitz: Naja, ich bin ja erst seit einigen Monaten ausschließlich im Weitsprung aktiv. Das bedeutet, dass ich da noch längst nicht am Ende bin. Meine Technik ist nicht voll ausgereift, kann sie nach so kurzer Zeit auch gar nicht sein. Mir fehlt im Absprung noch die Höhe. Daran arbeite ich mit meinem Trainer Ralf Jaros hart. Mein Traum ist es, mit der Leichtathletik Geld zu verdienen. Das war schon immer mein Ziel. Das schaffen nicht viele, aber es ist möglich. Und genau das will ich erreichen.
Viel Erfolg in Rieti. Danke für das Gespräch.
Photo: Imago/Beautiful Sports
